Generalsekretaerin Linda TEUTEBERG und Bundesvorsitzender Christian LINDNER 70. Ordentlicher Bundesparteitag der FDP in der STATION Berlin, Deutschland am 28.04.2019. *** Secretary General Linda TEUTEBERG and Federal Chairman Christian LINDNER 70 Ordinary Federal Party Congress of the FDP in the STATION Berlin Germany on 28 04 2019

Linda Teuteberg und der Bundesvorsitzender Christian Lindner. Bild: imago-images / bAnnegret Hilse / SVEN SIMON

FDP-Chef Lindner will Teuteberg ersetzen – Wissing soll Generalsekretär werden

FDP-Chef Christian Lindner will gegen den Willen von Generalsekretärin Linda Teuteberg Volker Wissing schon auf dem Parteitag im September als Teuteberg-Nachfolger durchsetzen. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag am Rande der FDP-Gremiensitzungen weiter erfuhr, sagte Teuteberg daraufhin, sie wolle der Partei eine Hängepartie ersparen. Sie sei allerdings nicht zurückgetreten.

Wissing ist derzeit in einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen in Rheinland-Pfalz Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. Linder wollte dem Vernehmen nach dem Bundesvorstand im Anschluss an das Präsidium einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Der FDP-Chef will seine Partei offensichtlich gut ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 neu aufstellen. So soll mit großer Wahrscheinlichkeit der frühere SPD-Politiker Harald Christ, der erst im März zur FDP kam, neuer Schatzmeister werden.

Teuteberg, gebürtige Brandenburgerin, wurde erst im April 2019 mit großer Mehrheit zur Generalsekretärin gewählt. Damals standen mehrere Wahlen in östlichen Bundesländern an. Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau, aber als zu zurückhaltend für den Posten der Generalsekretärin einer Partei in der Opposition.

Die Vorsitzende der Jungen Liberalen, Ria Schröder, beklagte am Morgen im ARD-"Morgenmagazin" zur Debatte um Teuteberg: "Ich finde diese ganze Posse, die tut uns als Partei überhaupt nicht gut." Die Wähler hätten keine Lust darauf, eine Partei zu wählen, die sich ständig streitet.

"Es ist an der Zeit, jetzt wirklich den Turbo anzuschmeißen, weil wir haben in gut einem Jahr eine Bundestagswahl." Lindner warf sie indirekt vor, Partei und Fraktion nicht breit genug aufzustellen.

(om/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Exklusiv

Sahra Wagenknecht: "Klimaschutz darf kein Elitenthema bleiben. Fridays for Future fand an Gymnasien und Hochschulen statt, aber kaum an Real- und Berufsschulen"

Die Linken-Politikerin spricht im watson-Interview über das Erbe der Ära Merkel, ihren Blick auf Fridays for Future – und darüber, warum diskriminierte Minderheiten aus ihrer Sicht wenig von Diversity und Frauenquoten haben.

Im November 2019 lag Sahra Wagenknecht vor Angela Merkel. Ein paar Wochen, bevor die Welt zum ersten Mal von einem neuartigen Coronavirus hörte, war sie zumindest laut einer Umfrage des Instituts Insa Deutschlands beliebteste Politikerin, vor der Bundeskanzlerin. Wagenknecht ist seit fast drei Jahrzehnten auf der politischen Bühne: erst als Vertreterin der "Kommunistischen Plattform" in der PDS, einer Vorgängerpartei der Linken, später als Vizechefin der Linkspartei und als Fraktionschefin …

Artikel lesen
Link zum Artikel