Deutschland
Bild

Bild: imago stock&people

Video zeigt Vorfall mit Muslima: Rassismus-Vorwürfe gegen Alice Schwarzer – die wehrt sich

Was ist passiert?

Deutschlands wohl bekannteste Feministin Alice Schwarzer ist für ihre islamkritische Haltung bekannt. Nun hat sie sich vor einer Veranstaltung in Frankfurt mit muslimischen Demonstrantinnen gestritten. Ein Video zeigt die hitzige Diskussion. Schwarzer berührt eine Frau, die Kopftuch trägt, am Arm, daraufhin kommt es zum Streit:

Hier das Video:

Die Muslimin droht Schwarzer mit einer Anzeige, woraufhin diese antwortet:

"Oh, ich dachte, nur ein Mann darf Sie nicht anfassen!"

Alice Schwarzer

Der Streit aus einer anderen Perspektive:

abspielen

Video: YouTube/Angie Llama

"Wenn Sie Feministin wären, wären Sie dafür, dass wir unser Kopftuch tragen dürfen."

Demonstrantin

Der Hintergrund

Alice Schwarzer war am Mittwoch Teilnehmerin einer Debatte an der Goethe-Universität Frankfurt. Das Thema: "Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?" Im Vorfeld der Debatte gab's bereits viel Kritik für die Veranstalterin Prof. Susanne Schröter, weil die Auswahl der Referentinnen zu einseitig sei. Sie kamen dann auch zum Schluss (mit einer Gegenstimme der Journalistin Khola Maryam Hübsch), dass das islamische Kopftuch ein Zeichen der Unterdrückung sei.

Schwarzer beklagte sich während der Veranstaltung, dass es in Deutschland ein "Sprechverbot" für kritische Stimmen gegen den Islam gebe. Jeder der das Kopftuch kritisiere, werde angefeindet.

Die Reaktionen

In den sozialen Medien entwickelte sich schnell ein Shitstorm gegen Alice Schwarzer. Ihr werden antiislamische und antifeministische Haltungen vorgeworfen. Hier ein Auszug:

Die deutsche Schriftstellerin Hatice Akyün:

Rassismus-Vorwürfe:

Nur ein Scherz?

Das sagt Alice Schwarzer

Auf Twitter hat Alice Schwarzer über den Account ihres "Emma"-Magazins ein Statement veröffentlicht. Darin betont sie, dass sie sich bei dem Aufeinandertreffen gesprächsbereit gezeigt habe – und beklagt eine "Diffamierungskampagne" seitens der Demonstrantin. Ihr Anfassen-Spruch sei ironisch gemeint gewesen.

(jaw)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Berüchtigte Biker-Gangs beschützen Neuseelands Muslime beim Freitagsgebet

Mongrel Mob.

Das ist die gefährlichste Biker Gang Neuseelands. Und nach Ansicht vieler eine kriminelle Vereinigung.

Doch neuerdings fliegen den tätowierten, muskelbepackten Bandenmitgliedern die Herzen "normaler" Leute zu.

Grund ist eine Aktion, über die die neuseeländischen Medien in den letzten Tagen breit berichtet haben: Die schweren Jungs wollen die Muslime beim Freitagsgebet beschützen.

Es könnte zu ungewöhnlichen Bildern vor den Moscheen in Christchurch und anderen Städten kommen. …

Artikel lesen
Link zum Artikel