Deutschland
Blank Red wall in bed room, blank red background, red paint on house wall, red texture background

Der stellvertretende Parteivorsitzende Ralf Stegner und Jusos-Chef Kevin Kühnert Bild: imago images/imago images/watson montage / Sven Simon/Stefan Schmidbauer

Juso-Chef Kühnert will in den SPD-Vorstand – nun motzt ihn Stegner dafür an

Kevin Kühnert hatte für den SPD-Parteitag Anfang Dezember seine Kandidatur angekündigt.

Als die "Süddeutsche Zeitung" ihn kürzlich fragte, ob er sich den Posten des stellvertretenden Parteivorsitzenden vorstellen könnte, antwortete er:

"Das würde ich zumindest nicht ausschließen, dass das passieren könnte. Wir müssen ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden. Na klar."

Zumindest einen freute das so gar nicht. Nämlich den jetzigen stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner. Er kritisierte Kevin Kühnerts Überlegungen jetzt im Interview mit der "Osnabrücker Zeitung". "Aus Respekt vor dem Mitgliedervotum finde ich die Ankündigung eigener Karriere-Ambitionen bei anderen nicht gut und äußere mich auch selbst erst dann, wenn das Ergebnis des Votums feststeht."

Warum Kühnert jetzt überraschend für den Parteivorsitz kandidieren möchte, hatte der Juso-Chef auch erklärt. Er sagte, dass er nicht zwei Jahre für Änderungen im Kurs der SPD eingetreten sei, um jetzt die Verantwortung dafür in andere Hände zu legen. Er sagte, die Umsetzung anderen zu überlassen "wäre sehr bequem".

Wie steht Kühnert zu einer Zusammenarbeit mit Finanzminister Olaf Scholz?

Wenn Kühnert SPD-Vize und Olaf Scholz Parteichef werden sollte, müssten die beiden eng zusammenarbeiten. Und das obwohl Scholz GroKo-Anhänger und Kühnert ihr größter Gegner ist. Doch Kühnert sieht darin kein Problem, wie er meinte: "kommt die Stärke daraus, Unterschiedlichkeiten zuzulassen". Kühnert hatte den Finanzminister Scholz zuletzt offen kritisiert und hat ihm unter anderem fehlende Transparenz vorgeworfen.

(joey mit dpa)

Politiker, die aus Tassen trinken

Natürlich darf SPD-Politikerin Sawsan Chebli Rolex tragen

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Interview

Was hilft gegen Rechtsextremismus bei der Polizei, Herr Fiedler?

Immer wieder sind in diesem Jahr rassistische Vorfälle in der Polizei bekannt geworden. Vor ein paar Wochen kam die Meldung: in NRW und Berlin sind neue rassistische Chats aufgetaucht. Was lässt sich tun gegen Rechtsextremismus in den Sicherheitsbehörden? Und wie können sie verlorenes Vertrauen zurückgewinnen?

Eine Chatgruppe mit 29 Mitgliedern, in der Hitler-Bilder und menschenverachtende Witze geteilt werden. Ein Leipziger Polizeikommissar, der rassistische Äußerungen in Chats gemacht haben soll. Rechtsextremen Chats voller rassistischer Inhalte auch Verfassungsschutz in NRW und offenbar auch bei der Polizei Berlin.

Zuletzt sind erneut Fälle von Rechtsextremismus in der Polizei bekannt geworden, 350 Verdachtsfälle in den Sicherheitsbehörden meldet das Bundesamt für Verfassungsschutz.

Was kann getan …

Artikel lesen
Link zum Artikel