Hunderte Reichsbürger sollen noch legal Schusswaffen besitzen

Die Entwaffnung sogenannter Reichsbürger, die den Staat und die Verfassung ablehnen, kommt einer Medienrecherche zufolge nur schleppend voran. Knapp zwei Jahre nach den ersten Schritten dazu besäßen noch immer 605 von ihnen legal Pistolen und Gewehre, berichtete der NDR am Dienstagabend nach einer gemeinsamen Recherche mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ).

In den meisten Bundesländern seien erst etwa der Hälfte der Reichsbürger die waffenrechtlichen Erlaubnisse entzogen worden. 

Bild

Reichsbürger-Fahne über einer Kleingartenanlage in Erfurt  Bild: imago stock&people

Vor knapp zwei Jahren hatten die Innenminister der Länder die Kommunen angewiesen, Reichsbürgern die Waffenerlaubnisse zu entziehen. Anlass war die Bluttat im fränkischen Georgensgmünd am 19. Oktober 2016 gewesen, bei der ein Reichsbürger einen Polizisten erschossen und drei weitere schwer verletzt hatte, als ihm legal erworbene Waffen entzogen werden sollten. Die Kommunen klagen NDR und SZ zufolge aber über Personalmangel sowie langwierige Widerrufsprozesse, die die Entwaffnungen verzögerten.

Die Reichsbürger

Bundesweit beziffern die beiden Medien die Zahl der Reichsbürger unter Berufung auf den Verfassungsschutz auf 18.000. Reichsbürger erkennen die Gesetze der Bundesrepublik nicht an und behaupten, das Deutsche Reich würde weiter bestehen. Teile der Szene werden vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

(sg/dpa)

Exklusiv

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun: "Politik ist defintiv etwas anderes, als über Kosmetik oder Kleidung zu sprechen"

Sie gehört zu den prominentesten Gesichtern der SPD in den Sozialen Medien. Im Interview mit watson erklärt Lilly Blaudszun, wie sie zur SPD kam, was Bodo Ramelow bei ihr im Clubhouse-Talk macht und was jungen Menschen auf dem Land fehlt.

Lilly Blaudszun ist 19 Jahre alt und SPD-Mitglied. So weit, so unspektakulär. Aber die junge Jura-Studentin ist noch weit mehr als das: Sie ist so etwas wie die Chef-Influencerin ihrer Partei. Mit ihren Kanälen in den Sozialen Medien erreicht die Mecklenburg-Vorpommerin mehr als 50.000 Follower und hat damit mehr Reichweite als die meisten gestandenen SPD-Politiker.

Diese Reichweite könnte ihrer Partei nun im Superwahljahr 2021 helfen. Denn in Umfragen pendelt die SPD zwischen 15 bis 16 Prozent …

Artikel lesen
Link zum Artikel