03.06.2019, Berlin, Deutschland - Pressekonferenz in der SPD-Parteizentrale zum Ruecktritt von Andrea Nahles mit den stellvertretenden Parteivorsitzenden. Foto: v.r. Thorsten Schaefer-Guembel, Malu Dreyer und Manuela Schwesig. *** 03 06 2019, Berlin, Germany Press conference at the SPD party headquarters on the resignation of Andrea Nahles with the vice-chairmen Photo by Thorsten Schaefer Guembel, Malu Dreyer and Manuela Schwesig

Bild: www.imago-images.de

SPD-Trio übernimmt – doch keiner der 3 wird für den Vorsitz kandidieren

Der Rücktritt von Fraktions- und Parteichefin Andrea Nahles erschüttert die SPD – und die Koalition. Es ist unklar, wie es weitergeht. Weiter in der GroKo? Mit welchem Führungspersonal?

Nun ist immerhin klar, wer vorerst die Führung der Partei übernimmt.

Auf der nächsten Vorstandssitzung der SPD am 24. Juni soll das weitere Vorgehen beschlossen werden, wie Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer ausführen. Bei dem Treffen soll auch über die Zukunft der großen Koalition gesprochen werden.

Bis dahin wird der Kölner SPD-Abgeordnete und Fraktionsvize Rolf Mützenich kommissarisch die Führung der Fraktion übernehmen. Die ursprünglich für Dienstag geplante Neuwahl des Fraktionsvorsitzes wird nicht stattfinden.

Hier verabschiedet sich Andrea Nahles

Nahles hatte ihren Rückzug nach nur 13 Monaten an der Parteispitze am Sonntagmorgen in einem kurzen Schreiben an die Parteimitglieder angekündigt. "Die Diskussion in der Fraktion und die vielen Rückmeldungen aus der Partei haben mir gezeigt, dass der zur Ausübung meiner Ämter notwendige Rückhalt nicht mehr da ist", heißt es darin.

Bei einer Sitzung des SPD-Parteivorstands hat Nahles ihren Rücktritt am Montagvormittag dann komplett gemacht.

Beim Verlassen der SPD-Zentrale in Berlin sagte sie: "Ich habe mich gerade eben im Parteivorstand der SPD verabschiedet. Ich bin zurückgetreten und wollte mich auch bei Ihnen persönlich für die jahrelange gute Zusammenarbeit bedanken. Sie haben ja schon viele Stunden im Willy-Brandt-Haus verbracht. Machen Sie es gut."

Nahles wird auch ihr Bundestagsmandat niederlegen und sich damit komplett aus der Bundespolitik zurückziehen.

(hau/dpa/rtr)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

Fridays for Future und der Antisemitismus: Warum die Klimaschützer jetzt ein Problem haben

Die internationalen Social-Media-Accounts von FFF teilen israelfeindliche Inhalte, deutsche Aktivisten distanzieren sich. Innerhalb der Bewegung zeigt sich jetzt, was seit Jahren sichtbar ist: Hass auf den jüdischen Staat finden viele Linke weltweit in Ordnung.

Was haben die tausenden Bomben der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel, israelische Luftangriffe auf den Gazastreifen und Siedler im Westjordanland mit dem Kampf gegen die Klimakrise zu tun?

Für die Aktivisten, die die internationalen Profile der Klimaschutzbewegung Fridays for Future (FFF) auf Instagram und Twitter betreuen, anscheinend ziemlich viel. Mehrmals sind dort in den vergangenen Tagen Statements zum Nahostkonflikt gepostet worden, in Tweets und Instagram-Stories, …

Artikel lesen
Link zum Artikel