Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Grundlos befristete Verträge gehören auch bei der Regierung zur Regel

Die Bundesregierung beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit etwa 7900 Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen, ohne dabei einen konkreten Sachgrund für die Befristung anzugeben. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Frage des FDP-Abgeordneten Otto Fricke hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt.

Dann sind sachgrundlose Befristungen erlaubt:

Die Befristung eines Arbeitsvertrages ohne "sachlichen Grund" ist aktuell für eine Dauer von zwei Jahren zulässig. Innerhalb dieses Zeitraums kann ein befristeter Arbeitsvertrag höchstens dreimal verlängert werden. Tarifverträge können Abweichungen vorsehen. Eine Befristung ist zulässig, wenn es sachliche Gründe gibt. Das Gesetz über Teilzeitarbeit nennt unter anderem eine Befristung im Anschluss an Ausbildung oder Studium, Vertretungsregelungen oder nur vorübergehenden betrieblichen Bedarf.

Darum sind das für die Bundesregierung peinliche Zahlen:

Laut Koalitionsvertrag von Union und SPD sollen künftig in Betrieben mit mehr als 75 Beschäftigten nur noch höchstens 2.5 Prozent der Mitarbeiter ohne Sachgrund befristet beschäftigt werden können. Bei der Bundesregierung sei der Anteil bis heute jedoch deutlich höher, berichtet die "Rheinische Post".

Manchmal klaffen Anspruch und Realität eben doch auseinander:

Animiertes GIF GIF abspielen

Bild: giphy

(fh/dpa)

Mehr Politik bei watson:

Ex-SPD-Mann will für Erdoğan ins türkische Parlament – 4 Fakten zu Mustafa Erkan

Link to Article

Die Deutsche Bahn beleidigt eine Abgeordnete rassistisch – und entschuldigt sich jetzt

Link to Article

Mordfall Susanna: Ali B. gesteht offenbar die Tat

Link to Article

Wird Kanada der erste G7-Staat, in dem Kiffen legal wird? Der Senat sagt: Ja! 

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Gegen die CDU, für die CDU – Dieser Student will die Partei als Chef erneuern

Seit Monaten arbeitet ein Jura-Student in Berlin an seiner Kandidatur gegen Angela Merkel. Auf Facebook sammelt Jan-Philipp Knoop Unterstützer, er gibt Interviews, in Debatten zeigt er konservative Kante. Viele Chancen hatte er nie, aber einen Namen machte sich Knoop als junger Herausforderer der Kanzlerin. Dann aber kam es für den 26-jährigen CDUler gleich doppelt anders.

Seit August ringt er mit der CDU-Spitze um seine Kandidatur. Der Kampf des Studenten scheint symptomatisch für die …

Artikel lesen
Link to Article