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16.05.2018, Berlin: Alice Weidel (vorne), Fraktionsvorsitzende der AfD, spricht bei der Plenarsitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude vor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (2.v.l, SPD), Bundesfinanzminister, und Horst Seehofer (CSU, l), Bundesminister für Inneres, Heimat und Bau. Hauptthemen der 32. Sitzung der 19. Legislaturperiode sind der Bundeshaushalt 2018, die Finanzplanung des Bundes für die Jahre 2017 bis 2021 sowie einzelne Ressort-Etats. Foto: Kay Nietfeld/dpa | Verwendung weltweit

Bei einer Haushaltsdebatte am Dienstag wies Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die AfD-Fraktionsvorsitzende zurecht.  Bild: dpa

So nicht, Frau Weidel! Schäuble rügt AfD-Chefin für Kopftuch-Aussage

Parteien nutzen die gerade Haushaltsdebatten gerne, um sich an der Regierung abzuarbeiten. Doch selbst dafür gibt es Regeln.

Daran musster Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) gleich zu Beginn der Haushaltsdebatte am Dienstag die AfD erinnern. Es ging um den Auftritt der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel gleich zu Beginn.

Was war passiert? 

Vertreter aller anderen Bundestagsparteien reagierten mit lauten Zwischenrufen und buhten Weidel aus.

Das mit den Idioten ließ Sitzungsleiter Schäuble noch auf sich sitzen. Die Formulierung "Kopftuchmädchen und sonstige Taugenichtse" allerdings ging ihm zu weit.

Schäuble stellte fest:

"Damit diskriminieren Sie alle Frauen, die ein Kopftuch tragen, dafür rufe ich Sie zur Ordnung."

Beifall gab es dafür aus dem gesamten Plenum. Nach Weidel trat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ans Rednerpult, die nicht weiter auf die Agression einging. 

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder allerdings beließ es nicht dabei. "Wenn jemand so über andere Menschen spricht wie Sie Frau Weidel, dann hat das null mit einem chrstilichen Menschenbild zu tun," sagte Volker Kauder. "Das ist das Gegenteil davon und dafür sollten sie sich schämen."

Nach verägerten Buh und Zwischenrufen aus der AfD-Fraktion fügte Kauder hinzu: "Großmäulig im Austeilen und schwach im Einstecken, das ist die AfD."

(mbi/afp/reuters)

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