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Turin - The vaccine against Covid 19 administered to the 118 volunteers at the Turin Ophthalmic hospital 10 January 2020 Editorial Usage Only PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY Copyright: xedoardoxsismondix/xIPAx

Es könnte auch bald beim Hausarzt gegen Corona geimpft werden. Bild: www.imago-images.de / edoardo sismondi

Moderna-Impfstoff in Deutschland angekommen – Verteilung ab Dienstag

Die erste Lieferung mit rund 60.000 Dosen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna ist am Montag in Deutschland angekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Zuvor hatte "Bild" darüber berichtet. Zur Frage, wo der Impfstoff zwischengelagert wird, bevor er am Dienstag an die Bundesländer ausgeliefert wird, äußert sich das Ministerium nicht.

Nach Informationen von "Bild" und NDR wird als Lager eine Bundeswehrkaserne in Quakenbrück im niedersächsischen Landkreis Osnabrück genutzt. Beim dortigen Versorgungs- und Instandsetzungszentrum für Sanitätsmaterial handelt sich um eine der Marine zugeordnete Bundeswehrapotheke mit größeren logistischen Fähigkeiten. So werden von dort laufende Bundeswehreinsätze wie in Mali mit Gerät und Medikamenten versorgt. Auch Schiffe und Boote der Marine werden mit Sanitätsmaterial beliefert.

Es werde keine Wahlmöglichkeit geben, ob man diesen Impfstoff oder jenen von Biontech beziehungsweise Pfizer bekommen wolle, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Dafür sei die Menge zu gering. Bis Ende des Quartals rechne er mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen.

Spahn betonte erneut, dass das Impfen mit der Öffnung der Impfzentren beschleunige, wenn auch unter Bedingungen der Knappheit. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden sei, könnten auch die Hausärzte Impfungen vornehmen. Das werde im Laufe des Jahres geschehen, dazu brauche man aber "richtig viel Impfstoff".

Innerhalb weniger Wochen sollen acht Millionen Menschen geimpft werden

Die niedergelassenen Ärzte sind darauf vorbereitet. Andreas Gassen, der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sagte dem Nachrichtenportal "The Pioneer": "Sobald ausreichend Impfstoff verfügbar ist, der nicht so extrem gekühlt sein muss, können die Praxen direkt mit dem Impfen gegen Corona beginnen." Die Praxen seien darauf eingestellt, schnell eine große Gruppe an Patienten zu impfen. Gassen verwies auf die jüngste Influenza-Impfung. Innerhalb weniger Wochen seien mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland in den Praxen gegen Grippe geimpft worden.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte im ZDF-"Morgenmagazin", er wäre noch zufriedener, wenn es mit dem Impfen schneller ginge. Er habe den Start aber ungefähr so erwartet. Es scheine ihm unmöglich, eine der derart große Impfkampagne sehr viel schneller anlaufen zu lassen. Jetzt komme es darauf an, die Gruppe der Menschen mit hohem Risiko für Erkrankungen möglichst schnell durchzuimpfen. Das seien rund acht Millionen Menschen. Das sei innerhalb von einigen Wochen zu schaffen.

(lfr/andi/dpa)

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