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Meuthen freut sich. Bild: dpa

Der Wahlgewinner in Ostdeutschland heißt AfD – in Sachsen ist die Partei auf Platz 1

Lars Wienand / t-online

Deutschlandweit kommt die AfD bei den Europawahlen in den Hochrechnungen auf knapp elf Prozent. Doch in zwei Bundesländern ist sie stärkste Partei.

Die AfD hat Zwischenergebnissen zufolge in den Bundesländern im Osten zehn oder mehr Prozentpunkte gegenüber der vorigen Europawahl zugelegt. In Sachsen und Brandenburg zeichnet sich ab, dass die AfD dort vor allen anderen Parteien landet. Dieser Trend deutet sich dort auch vielfach bei der Kommunalwahl an.

Nach Auszählung von rund der Hälfte der Wahlbezirke lag die AfD in Sachsen bei der Europawahl bei fast 30 Prozent, die CDU bei knapp 27. Nur die Linke hat dort sonst noch die Chance, ein zweistelliges Ergebnis zu erreichen. Große Ausnahme war die Stadt Leipzig, wo die Grünen offenbar zur Europawahl stärkste Partei vor der AfD werden.

So AfD-blau ist Sachsen:

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screenshot: wahlen.sachsen.de

Auch in Brandenburg ist die AfD stärkste Kraft

In Brandenburg erreichte die AfD nach fast abgeschlossener Auszählung 20,6 Prozent, CDU und SPD kommen dort auf 17,6 und 17 Prozent. In Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind in diesem Jahr auch Landtagswahlen. In Thüringen ist die CDU nach Auszählung fast aller Wahllokale mit rund 25 Prozent in Führung, vor der AfD mit knapp unter 23.

In Sachsen-Anhalt lagen die Rechtspopulisten bei knapp 21 Prozent hinter der CDU mit 23,3 Prozent, als dort rund vier Fünftel der Wahlbezirke ausgezählt waren. Am schwächsten schneidet die AfD in Mecklenburg-Vorpommern ab. Dort liegt die CDU vor Ende der Auszählung bei 24,4 Prozent, die AfD bei 18,5.

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