Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Auch Star-Dirigent Barenboim gibt wegen Kollegah und Farid Bang seine Echos zurück

23.04.18, 12:25

Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa

Aus Protest gegen die Auszeichnung der Rapper Kollegah und Farid Bang gibt jetzt auch der Dirigent Daniel Barenboim seine Echos zurück.

Er habe sich gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin und dem West-Eastern Divan Orchestra zu diesem Schritt entschlossen, teilte der 75-jährige Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper "Unter den Linden" am Montag mit.

Das Album der beiden Rapper sei eindeutig antisemitisch, frauen- und schwulenfeindlich und allgemein menschenverachtend, so Barenboim, der selbst Jude ist. "Wir müssen uns geschlossen gegen solche Stimmen erheben und dürfen sie nicht auch noch dadurch bestärken, dass wir sie mit Preisen auszeichnen und dadurch legitimieren."

Barenboim ist Mitgründer des "West-Eastern Divan Orchestra", das zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern besteht.

Die Kollegah und Farid Bang waren kürzlich für ein als judenfeindlich kritisiertes Album mit dem Echo geehrt worden. Es enthält Textzeilen wie "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und "Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow".

Die Auszeichnung löste eine Welle der Kritik aus. Etliche Künstler kündigten an, ihre Trophäen zurückgeben, darunter Marius Müller-Westernhagen und die Dirigenten Mariss Jansons und Christian Thielemann.

(fh/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Poo with a view – 15 Klos mit Aussicht

5 Frauen, die in Deutschland muslimischen Feminismus prägen

Die Donut-Theorie sagt uns, wie wir gut leben können, ohne die Erde zu zerstören

Wein doch: "Sprachnachrichten sind gestohlene Lebenszeit!"

18 Gründe, warum wir die 2000er vermissen

"Quizz die Gesa" – Bist du schlauer als unsere Chefredakteurin? 

So fallt ihr beim Sneaker-Kauf im Internet nicht auf Betrüger herein

15 Tiere, die am Wochenende viel aktiver sind als du

"Ich hasse Menschen auf Konzerten"

Politiker oder Influencer – wer hat diese Bilder gepostet?

Dieser Käfer braucht Alkohol, um seine Kinder großzuziehen

Dieses Model könnte Heidi Klum arbeitslos machen

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wegen Drohungen: Ben Salomo wird bei letzter "Rap am Mittwoch"-Show nicht dabei sein

Die Rap-Szene sei ihm zu antisemitisch, deshalb werde er sich zurückziehen. Das hatte der 40-jährige Deutschrapper Ben Salomo in einem Interview mit der "Berliner Morgenpost" mitgeteilt.

Dies teilte er auch auf seiner Facebook-Seite mit, unter dem Post fanden sich Hunderte Kommentare. 

Die Nachricht schockierte viele Fans: Seit mehr als 20 Jahren war Salomo im Rap-Geschäft, darunter acht Jahre als Moderator von "Rap am Mittwoch".

Auch außerhalb der Rapszene machte das Statement inmitten der …

Artikel lesen