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In Auschwitz: Bundeskanzler Angela Merkel besucht am Freitag das ehemalige deutsche Konzentrationslager. Sie ist erst die dritte deutsche Regierungschefin, die dem ehemaligen Vernichtungslager einen Besuch abstattet. Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Angela Merkel besucht KZ-Gedenkstätte Auschwitz

Es ist das erste Mal in ihrer 14-jährigen Amtszeit: Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht die KZ-Gedenkstätte Auschwitz. Sie folgt damit einer Einladung der Stiftung Auschwitz-Birkenau, die ihr zehnjähriges Bestehen feiert und sich für den Erhalt der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Lagers einsetzt.

Zu Beginn ihres Besuchs stand das Krematorium im Stammlager Auschwitz 1 auf dem Programm. Merkel wurde vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki und dem Direktor der Gedenkstätte und Präsidenten der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, empfangen.

Die Kanzlerin bringt auch Geld für die Stiftung mit: Angesichts der historischen deutschen Verantwortung wollen Bund und Länder für die Erhaltung der Gedenkstätte insgesamt 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Auschwitz im Hitler-Deutschland

Auschwitz-Birkenau war im Zweiten Weltkrieg im damals von Hitler-Deutschland besetzten Polen das größte NS-Vernichtungslager. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden dort ermordet, die meisten von ihnen waren Juden.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hatte im Vorfeld gesagt, die Kanzlerin setze knapp zwei Monate nach dem Anschlag von Halle und in einer Zeit, in der "ein Rechtsruck in der Gesellschaft" zu beobachten sei, ein "ganz wichtiges Zeichen".

Historischer Moment

Merkel ist erst die dritte deutsche Regierungschefin, die das ehemalige Vernichtungslager besucht. Vor ihr hatten dies die damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl getan.

(hd/tol)

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