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Seehofer redet den Streit mit der SPD weg – und leistet sich einen Seitenhieb

Ganz der Macher ist er wieder, Horst Seehofer. Im Sommerinterview mit dem ZDF spricht er am Sonntag von wichtigen Entscheidungen, die da auf die GroKo zukommen. "Bei der Rente, bei der Arbeitslosenversicherung, bei der Mietpreisentwicklung, beim Fachkräftezuwanderungsgesetz" und dann betont Seehofer ganz schnell: Nein, einen Streit im Ausmaß der gerade geschafften Regierungskrise werde es nicht noch einmal geben. Er spielt dabei vor allem auf die Widersprüche in der Rentenfrage an, bei der zuletzt vor allem CSU und SPD aneinandergeraten sind.

Vielleicht konnte sich Seehofer auch deshalb einen kleinen Seitenhieb gegen den Koalitionspartner trotzdem nicht verkneifen.

Seehofer sagte:

"Die SPD soll die Leute nicht verunsichern."

ZDF Sommerinterview

Bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz am Vorabend sei die Atmosphäre sehr sachlich gewesen. Auch hier, natürlich, kein Streit.

Sonstige Themen Seehofers:

  1. Seehofer sprach sich dagegen aus, abgelehnten Asylbewerbern die Möglichkeit zu geben, ein Bleiberecht als Arbeitsmigranten zu erwerben.
  2. Zu den Erfolgsaussichten der CSU bei der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober erklärte er: "Wenn man Glück hat, kann man auch die absolute Mehrheit verteidigen."  Deshalb heiße die Maxime "zusammenzuhalten". Sein Parteifreund Markus Söder sei immerhin ein "ausgezeichneter Ministerpräsident".
  3. Warnungen vor einer unsicheren Rente wies Seehofer zurück. "Die Rentenfinanzen sind stabil - auf Jahre hinaus", sagte er. "So gut sind die Rentenkassen gefühlt wie seit Jahren nicht mehr", fügte er hinzu

Das soll alles recht stabil klingen. Und wie Seehofer es selbst sagt: "Zusammenhalt" ist vor den Wahlen in Bayern wichtig.

Die gilt eben nicht nur für seine eigene CSU sondern auch die Große Koalition in Berlin, die noch im Frühsommer beinahe am Asylstreit zerbrochen wäre.

Seit diesem Streit sinken die Umfragewerte auch für die CSU in Bayern. Nicht zu viel Hickhack also, lieber den Burgfrieden zeigen. Man soll die Leute ja auch nicht zu sehr verunsichern.

(mbi/dpa)

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