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Vorbild Kurz, mal wieder: CDU-Widerstand gegen Migrationspakt wächst

In der Unionsfraktion wächst einem Medienbericht zufolge der Widerstand gegen den geplanten UN-Migrationspakt. Der CDU-Innenpolitiker Marian Wendt sagte der Zeitung "Die Welt" zwar sei ein "international abgestimmter Umgang mit der globalen Migration ein deutsches Kerninteresse". Trotzdem werde er sich gemeinsam mit einigen Kollegen in einer Fraktionssitzung "gegen die Unterzeichnung der aktuellen Fassung des Globalen Migrationspaktes aussprechen".

Das Rahmendokument werfe noch zu viele Fragen auf, auch wenn es rechtlich nicht bindend sei, sagte Wendt. "Die fehlende Unterscheidung von Flucht- und Arbeitsmigration ist ein weiterer Nachteil des Paktes."

Wendt ist nicht der erste in der CDU, der den Migrationspakt nicht will

Am Wochenende war bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Distanz zum UN-Migrationspakt gegangen. "Die Debatte über den Migrationspakt steht in der Bundestagsfraktion noch aus", sagte der Kandidat für den CDU-Parteivorsitz der "Welt am Sonntag". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dagegen hinter die geplante Vereinbarung gestellt.

Jens Spahn, Kabinett DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 31.10.2018 Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister und Kandidat fuer als Bundesvorsitzender der CDU, vor der Kabinettssitzung im Berliner Kanzleramt. Jens Spahn, Federal Minister for Health and candidate as leader of the CDU, during a cabinet meeting at the chancellor office in Berlin, Germany.

Jens Spahn hält offenbar nicht so viel vom Migrationspakt. Bild: imago stock&people

CDU-Vorbild einmal mehr: Sebastian Kurz

Nach den USA und Ungarn hatte vergangene Woche Österreich angekündigt, den UN-Migrationspakt nicht zu unterschreiben. Dies rief auch in Deutschland eine intensive Debatte über das Abkommen hervor.

In Deutschland macht vor allem die AfD gegen den Pakt mobil. AfD-Fraktionschefin Alice Weidel warnte, er könne missbraucht werden, "um die Einwanderungsschleusen noch weiter zu öffnen"

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hielt dagegen:

"Migration ist weltweit eine Tatsache, seit jeher. Wir müssen damit umgehen."

Der Migrationspakt lege dafür wichtige Grundlagen und stelle sicher, dass die Grundrechte von Migranten gewahrt würden. "Ihn abzulehnen, weil man eigentlich keine Migration will, heißt, die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen", erklärte Baerboc am Wochenende.

Der Deppenapostroph heißt nicht umsonst Deppenapostroph

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Video: watson/Elisabeth Kochan, Lia Haubner, Johanna Rummel

Das steckt wirklich hinter dem Migrationspakt

Der von der UNO initiierte erste "weltweite Pakt für sichere, geordnete und regulierte Migration" soll bei einer Konferenz in Marrakesch Mitte Dezember offiziell angenommen werden. Er umfasst eine Reihe von Leitlinien und Maßnahmen, deren Umsetzung rechtlich aber nicht bindend ist. Es geht um eine bessere internationale Zusammenarbeit in der Migrationspolitik und um Standards im Umgang mit Flüchtlingen.

Die Bundesregierung hat es bisher verschlafen, die Fakten früh genug klarzustellen. 

Nach Einschätzung der Politikwissenschaftlerin Petra Bendel eröffnet der Pakt sowohl Zuwanderern als auch den Zielländern der Migranten neue Chancen. Die Souveränität der einzelnen Staaten bleibe unangetastet, sagte Bendel. "Kein Staat wird zu bestimmten Maßnahmen gezwungen.

" Der Pakt sei dennoch mehr als eine bloße Willenserklärung und von großer politischer Bedeutung, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR). Bendel wies darauf hin, dass der Pakt keine Sanktionen vorsieht, aber einen Überprüfungsmechanismus beinhaltet. "Alle vier Jahre soll nachgeschaut werden, welche der Ziele von den einzelnen Staaten umgesetzt werden und welche nicht", erklärte die Forscherin von der Universität Erlangen-Nürnberg.

(hau/dpa/afp)

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Warum es so gefährlich ist, dass so wenig über den Migrationspakt informiert wird

Sowohl die AfD, als auch diverse rechte und rechtsextreme Organisationen wie die "Identitäre Bewegung" haben den Globalen Migrationspakt in den vergangenen Wochen zu einem ihrer wichtigsten Kampagnenthemen auserkoren.

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