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Auch Studenten haben mit finanziellen Schwierigkeiten in der Corona-Krise zu kämpfen. bild: getty

Bund will Studenten in Corona-Krise mit Notkrediten helfen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will Studenten mit Notkrediten durch die Corona-Krise helfen. Das kündigte die Ministerin am Donnerstag in Berlin an.

Das Versprechen: unbürokratische Hilfe

Der Antrag soll unbürokratisch über ein Online-Formular möglich sein, wie das Ministerium verspricht. Wie bei KfW-Studienkrediten üblich, muss man erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten mit der Rückzahlung beginnen. Karliczek geht von einem Darlehensvolumen von bis zu einer Milliarde Euro aus.

Wer in einer besonders akuten Notlage ist und keine andere Hilfe etwa von den Eltern bekommt, kann bei seinem örtlichen Studentenwerk auch einen Zuschuss beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Bund will dafür den Nothilfefonds des Deutschen Studentenwerks mit 100 Millionen Euro aufstocken.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte das Vorhaben der Bildungsministerin gegenüber watson bereits vorige Woche scharf kritisiert: "Frau Karliczek beweist mal wieder kein bis gar kein Gespür. " Der Vorschlag gehe "meilenweit an der Realität vorbei". Studenten könnten das Darlehen nach der Krise womöglich nicht zurückzahlen. Er forderte stattdessen "das BAföG jetzt vorübergehend für alle Studierenden" zu öffnen.

(ll/dpa)

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