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imago/getty: montage: watson

Die FU Berlin hat das geschafft, was die Regierung nicht schaffte: Maaßen ist weg!

Die Studentenschaft der Freien Universität Berlin wollten Hans-Georg Maaßen loswerden. Und sie haben es geschafft.

Während Regierung und Parteien schier endlos über die Zukunft des Noch-Verfassungsschutz-Chefs streiten. Während die Stammtische in Deutschland heißlaufen ob all der Aufregung über dessen "Beförderung" ins Innenministerium. Während all dem zeigte die FU der Hauptstadt mal eben, wie einfach sich Streits manchmal lösen lassen. 

Auch Kevin Kühnert von den JUSOS verlangt eine schnelle Lösung:

Bereits am Dienstag, als wegen Maaßen gerade das Krisentreffen im Kanzleramt stattfand, wendete sich der Allgemeine Studierendenausschuss der FU an die Öffentlichkeit.

Der AstA ärgerte sich über Maaßen und hatte eine klare Aufforderung an die eigene Uni:

Tatsächlich führte die Uni Maaßen bis vor einigen Tagen mit Profil und Kontaktdaten unter ihren Mitarbeitern als Lehrbeauftragten auf der Homepage der juristischen Fakultät.

Sie stand auch noch online, als wir von watson bei der Uni nachfragten, wie der Präsident denn zur Forderung seiner Studenten stehe.

So sah das bis vor einigen Tagen aus:

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Dieser Screenshot stammt von der FU-Seite im April 2017, die wir über die Wayback-Machine aufgerufen haben.

Ein Sprecher der Universität zeigte sich schon da ziemlich irritiert: "In der Tat hat Herr Maaßen ein Blockseminar zum Thema Verfassungsrecht und Verfassungsschutz angeboten", sagte er.

Und erklärte weiter:

"Aber das war 2016 und diese Veranstaltung ist wegen mangelnder Teilnehmerzahl ausgefallen."

Davor fanden Seminare mit dem gleichen Titel in den Sommersemestern 2012 und 2015 statt. Lange her, weitere Veranstaltungen mit Maaßen seien keine geplant, sagte der Sprecher. Die Universität versprach, den Fall zu prüfen und meldete sich nach nur einem Tag zurück.

Diesmal antwortete der Sprecher des FU-Präsidenten selbst:

"Es wird in Kürze eine Aktualisierung erfolgen und es werden die Angaben zu Lehrbeauftragten von der Webseite entfernt, die mehr als zwei Semester keine Lehrveranstaltungen angeboten haben. Dazu zählen auch die Angaben zu Herrn Maaßen."

Wir waren baff vom schnellen Resultat. Auch die Studenten des Asta wird es freuen, dass die Verwaltung ihrer Forderung nachgekommen ist. Ihre Universität empfand sie offenbar als nachvollziehbar. Sie deckt sich auch mit dem bürokratischen Regeln der FU.

Schnell verpufft der Aufreger aus dem ersten Tweet des AstAs also wieder. Was bleibt: Manchmal können Institutionen auch auf das hören, was ihre Mitglieder zu sagen haben.

Der Fall Hans-Georg Maaßen:

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