Deutschland
Magician in a black suit, sunglasses and top hat, showing trick with playing cards on a dark background.

Bild: iStockphoto

Seehofer geht jetzt "All In" – und das könnte sein Ende sein

Es war eine Möglichkeit, die so manchem Kritiker von Horst Seehofer die Schweißperlen auf die Stirn trieb. Was, so die bange Frage, wenn Seehofer zwar seinen Parteivorsitz verliert, aber einfach trotzdem Innenminister bleibt? Immerhin hat der CSUler schon öfter sinngemäß durchblicken lassen: "Was Angela Merkel kann, das kann ich auch."

Aber jetzt die Wende von Seehofer selbst – ohne den Parteivorsitz der CSU, so sagt er laut einem Zeitungsbericht –wolle er auch nicht länger Bundesinnenminister bleiben.

Man könne vielleicht noch einige Monate weiterarbeiten, aber ein "Durchwursteln" auf diesem Posten in der großen Koalition werde es mit ihm nicht geben, zitiert die "Bild am Sonntag" enge Vertraute Seehofers.

Dieser wolle bei der Nachfolgeregelung und der Erneuerung der CSU eine einvernehmliche Lösung in der Partei. Sollte es diese nicht geben, wolle er einen klaren Schlussstrich ziehen - in beiden Ämtern. Das klingt nicht nur so, das ist eine "Alles oder Nichts"-Strategie von Seehofer.

Was bedeuten diese Rückzüge für die AfD? Nichts Gutes:

Video: watson/Max Biederbeck, Lia Haubner

Merkels Ankündigung erhöht den Druck

Nach dem schlechten bei der Landtagswahl in Bayern und dem Verlust der absoluten Mehrheit wird allgemein damit gerechnet, dass sich Seehofer nicht im Amt des Parteichefs halten kann. Dieser Hintergrund macht seine Aussage umso bemerkenswerter und könnte genausogut als erster Schritt zu seinem Abgang gedeutet werden.

(mbi/dpa)

Exklusiv

Sahra Wagenknecht: "Klimaschutz darf kein Elitenthema bleiben. Fridays for Future fand an Gymnasien und Hochschulen statt, aber kaum an Real- und Berufsschulen"

Die Linken-Politikerin spricht im watson-Interview über das Erbe der Ära Merkel, ihren Blick auf Fridays for Future – und darüber, warum diskriminierte Minderheiten aus ihrer Sicht wenig von Diversity und Frauenquoten haben.

Im November 2019 lag Sahra Wagenknecht vor Angela Merkel. Ein paar Wochen, bevor die Welt zum ersten Mal von einem neuartigen Coronavirus hörte, war sie zumindest laut einer Umfrage des Instituts Insa Deutschlands beliebteste Politikerin, vor der Bundeskanzlerin. Wagenknecht ist seit fast drei Jahrzehnten auf der politischen Bühne: erst als Vertreterin der "Kommunistischen Plattform" in der PDS, einer Vorgängerpartei der Linken, später als Vizechefin der Linkspartei und als Fraktionschefin …

Artikel lesen
Link zum Artikel