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Merkels Kronprinzessin Annegret Kramp-Karrenbauer schlug Schäubles Kronprinzen Friedrich Merz. AKK (links) freut sich. Bild: imago stock&people

AKK hat gewonnen – dank ihrer Umarmungsstrategie 

tatjana Heid

Annegret Kramp-Karrenbauer hat Friedrich Merz besiegt, weil es ihr besser gelingt, die unterschiedlichen Strömungen in der CDU zu vereinen.

51,75 Prozent der Delegierten haben sie am Ende gewählt, das ist knapp, aber es reichte: Annegret Kramp-Karrenbauer ist die neue starke Frau in der CDU. Sie gilt zwar nicht als feurige Rednerin, hat aber auf dem Parteitag in Hamburg eine kämpferische Rede gehalten. Eine Rede, die Mut macht und ihre Partei mitnehmen sollte – als Ganzes.

Mit dieser Umarmungsstrategie hat AKK die CDU überzeugt.

Und daran wird sie sich nun messen lassen müssen. Für die CDU kommt es nun darauf an, ob es ihr gelingt, auch die Anhänger des unterlegenen Kandidaten Friedrich Merz mitzunehmen. All jene, die laut applaudierten, als Merz das Lob der Fleißigen in unserem Land beschwor, klare Kante sowohl in der internationalen Politik als auch gegen die AfD zeigte.

Keine Merkel 2.0

Mit der neuen Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer bricht die CDU nicht mit ihrer Langzeit-Vorsitzenden Angela Merkel. Kramp-Karrenbauer ist zwar keine Merkel 2.0 – aber sie ist auch nicht der Gegenentwurf zur Kanzlerin.

Sie ist gesellschaftspolitisch konservativ, aber mit einer starken sozialpolitischen Ausrichtung. Sie repräsentiert Anschlussfähigkeit für die Grünen – das ist wichtig im Hinblick auf künftige Wahlen und die Schwäche des jetzigen Koalitionspartners im Bund, der SPD. Sie wird den Kurs der Kanzlerin weiter mitgehen, ohne ihr nach dem Mund zu reden. 

Die neue Chefin wird konservative Akzente setzen, ohne die Zeit zurückdrehen zu wollen. Und auch dies ist ein Ergebnis dieses spannenden Freitags: Ihre Wahl hat den Bestand der großen Koalition vorerst gesichert. Der nächste große Schritt steht Kramp-Karrenbauer noch bevor: Merkel irgendwann auch als Kanzlerin abzulösen.

Dieser Artikel ist zuerst auf t-online erschienen.

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