Deutschland

"Inhaltslos" – 3 Kollegen schießen gegen Innenminister Seehofer

Innenminister Horst Seehofer steht seit Wochen in der Kritik. Nun greifen ihn auch Amtskollegen aus den Ländern an. Selbst ein CDU-Innenminister kritisiert Seehofers Arbeitsweise. 

Innenminister der Bundesländer haben scharfe Kritik an der Amtsführung Horst Seehofers (CSU) geübt. Wie der "Spiegel" berichtet, kritisieren den Bundesinnenminister auch Parteikollegen. 

Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht (CDU) sagte:

"Seehofer konzentriert sich auf öffentlichkeitswirksame Symbole"

Spiegel

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte:

"Viele ideologische Debatten, wenig Inhalt, das ist Seehofers Politik."

Seehofer weiche inhaltlichen Diskussionen aus. Den sogenannten Masterplan Migration habe er "wochenlang wie eine Monstranz" vor sich hergetragen, aber bis zur offiziellen Vorstellung nicht mit den Länderinnenministern besprechen wollen. 

Auch der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz (SPD), kritisierte Seehofers:

"Inhaltslose Begriffshüllen" zum Thema Integration gebe es "aus seinem Haus keinen einzigen Vorschlag"

Vor allem Seehofers Verhalten auf der Innenministerkonferenz im Juni habe viele Länderkollegen verärgert. Sonst habe es dort "so gut wie keine parteipolitischen Spielchen" gegeben, sagte Lewentz. Seehofer nutze "selbst diese Konferenz als Schaubühne seiner Regionalpartei". 

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich damals trotz mehrtägiger Diskussion nicht auf eine einheitliche Linie zu den umstrittenen sogenannten Asyl-Ankerzentren einigen können. Die Länder hatten Seehofer damals gerügt, er solle die Rahmenbedingungen konkretisieren.

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Organspende-Debatte: Zu wenig Spender sind nicht das Hauptproblem

Chantal Bausch ist eine ganz normale junge Frau. Ungewöhnlich – und bewundernswert – ist höchstens, wie viel Sport sie macht: Die 26-Jährige spielt neben dem Studium Hockey im Bremer HC, ist ausgebildete Skilehrerin, spielt Golf und Tennis und geht gerne segeln. Wer Chantal kennenlernt, bemerkt vor allem ihre Energie. Nicht aber die große Narbe, die sich quer über ihre Brust zieht. Denn in Chantals Brust schlägt ein fremdes Herz.

Bereits im Alter von 11 Jahren versagte Chantals Herz aufgrund …

Artikel lesen
Link zum Artikel