Berliner Stadtleben im Corona-Lockdown Polizisten kontrollieren Passanten auf ihre Mund-Nasen-Maske auf der Wiese vor dem Geb

Nach den Ausschreitungen in Washington soll das Reichstagsgebäude besser geschützt werden. Bild: imago images / Neundorf/Kirchner-Media

Polizei verstärkt nach Sturm auf US-Kapitol Schutz des Bundestags

Besserer Schutz für den Deutschen Bundestag: Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol in Washington hat die Berliner Landespolizei eine Verstärkung ihrer Kräfte im Umfeld des Reichstagsgebäudes veranlasst. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an die Abgeordneten.

Schäuble betonte laut "Bild am Sonntag" in dem Brief, er selbst habe vom Auswärtigen Amt einen Bericht über die Ausschreitungen in den USA erbeten und werde "mit dem Bund und dem Land Berlin klären lassen, welche Schlüsse daraus für die Sicherung des Bundestages zu ziehen sind".

 08.01.2021,Berlin,Deutschland,GER,Aufbau von Absperrgitter am Reichstag Sitz des Deutschen Bundestag durch die Polizei. *** 08 01 2021,Berlin,Germany,GER,Police set up barriers at Reichstag seat of German Bundestag

Absperrungen wurden am Reichstagsgebäude von der Polizei errichtet. Bild: imago images / stefan zeitz

Schäuble macht Trump verantwortlich

Schäuble machte ausdrücklich den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump für den Vorfall vom vergangenen Mittwoch verantwortlich. Dieser sei ein "Angriff eines von einem abgewählten Präsidenten aufgepeitschten Mobs auf das Parlament und die Demokratie" gewesen, kritisierte der CDU-Politiker.

Wütende Trump-Anhänger waren am Mittwoch ins Kapitol in Washington eingedrungen. Wegen der Ausschreitungen wurde die Kongresssitzung zur Bestätigung von Joe Biden als Wahlsieger unterbrochen; die Parlamentarier mussten in Sicherheit gebracht werden. Bidens Demokraten und zahlreiche internationale Regierungsvertreter haben Trump vorgeworfen, für den Gewaltexzess mitverantwortlich zu sein, nachdem er seine Anhänger bei einem Auftritt in Washington mit seinen unbelegten Wahlbetrugs-Vorwürfen angestachelt und zum Marsch auf das Kapitol aufgerufen hatte.

(lau/afp)

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