Deutschland

Antisemitische Attacke in Berlin – so schildert der  Angegriffene die Tat

Der Vorfall aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sorgte bundesweit für Aufsehen – das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus erklärte, dass sich Juden auch in besseren Stadtteilen nicht mehr sicher fühlen könnten. 

Nun hat der angegriffene Mann der "Deutschen Welle" gesagt, dass er gar kein Jude sei. Die Kippa – eine traditionelle jüdische Kopfbedeckung – habe er im Rahmen eines Experiments getragen. 

Tatsächlich habe er zeigen wollen, dass das Tragen der Kippa in Deutschland ungefährlich sei. Freunde aus Israel hatten ihm zuvor berichtet, dass es zu gefährlich sei, eine Kippa auf deutschen Straßen zu tragen. 

"Es war eine Erfahung, die Kippa zu tragen."

Der angegriffene Kippa-Träger

Der "Deutschen Welle" sagte der 21-Jährige Israeli, dass er aus einer atheistischen Familie israelischer Araber komme, und derzeit in Deutschland studiere. 

Für ihn sei das Schockierendste an der Attacke gewesen, dass er von Umstehenden keine Hilfe bekommen habe.

In dem veröffentlichten Video ist nicht zu sehen, was vor dem ersten Schlag passiert ist. Im DW-Interview berichtet der junge Mann, dass die drei Angreifer ihn plötzlich angefangen hätten zu beschimpfen.  

Hier ein Interview des Opfers auf Hebräisch:

Er sagt: "Dann wurden sie sauer, einer von ihnen rannte auf mich zu." Nach der Attacke ermittelt nun der Berliner Staatsschutz.

Der Angriff fällt in eine Zeit, in der sich Berichte über antisemitische Vorfälle häufen. In Berlin wurde eben erst der Fall einer Schülerin bekannt, die von muslimischen Mitschülern wegen ihrer jüdischen Religion beschimpft wurde. Im Dezember wurde ein jüdischer Restaurantbesitzer von einem Deutschen antisemitisch beleidigt.

(mit dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Hotel Wiesnwache": Die witzigsten Tweets der Münchner Polizei zum Oktoberfest

Seit einer Woche sind die Zapfhähne in München im Einsatz. Es herrscht Hochbetrieb in den Festzelten und gelegentlich kommt es – wohl mehrheitlich dem Alkohol geschuldet – zum einen oder anderen Zwischenfall.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht, sagt sich die Polizei München auch dieses Jahr und unterhält auf Twitter ihre Follower.

Am Freitag starteten die Beamten gar einen "Twitter-Marathon". Dabei teilten sie ihre Berichte live von 12 Uhr bis Mitternacht. Herausgekommen ist dabei nicht nur eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel