Islamist plante Anschlag in Berlin – er hatte auch Kontakt zu Anis Amri

Am Mittwoch hat die Bundesanwaltschaft einen mutmaßlichen Islamisten festnehmen lassen. Der Verdacht: Der 31-jährige Russe soll einen Terroranschlag geplant haben. Die Spuren hinter diesem Anschlag führen auch zum Attentäter vom Breitscheidplatz Anis Amri.

So lief die Festnahme ab:

Die Festnahme steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen 22-Jährigen, der im vergangenen Jahr kurz vor der französischen Präsidentschaftswahl in Marseille wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen wurde.

Die Verbindungen zu Anis Amri

Eine Telefonnummer seines mutmaßlichen französischen Komplizen Clément B. sei unter Pseudonym in Amris Mobiltelefon gespeichert gewesen, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe.

Clément B. sitzt in Frankreich in Haft. Die Ermittler werfen ihm und Magomed-Ali C. vor, einen Sprengstoffanschlag in Deutschland vorbereitet zu haben. B. soll außerdem einen Anschlag in Frankreich geplant haben.

Laut Bundesanwaltschaft gibt es keine Hinweise darauf, dass Amri an diesen Plänen beteiligt war.

Der Tunesier Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert.

Elf Menschen starben, viele weitere wurden verletzt. Außerdem hatte Amri den Lastwagenfahrer getötet. Er selbst wurde auf der Flucht in Italien erschossen.

(mbi/hd/pb/dpa) 

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