Einsatzkräfte der Polizei stehen im Hausflur eines Mehrfamilienhauses in Marzahn-Hellersdorf. Am frühen Morgen schwärmten die Ermittler in mehreren Bundesländern aus.
Einsatzkräfte der Polizei stehen im Hausflur eines Mehrfamilienhauses in Marzahn-Hellersdorf. Am frühen Morgen schwärmten die Ermittler in mehreren Bundesländern aus.
Bild: Dennis Brätsch/dpa

"Staatsgefährdende Gewalttat": Razzien bei mutmaßlichen Islamisten

14.01.2020, 07:2114.01.2020, 11:51

Wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat gibt es in mehreren Bundesländern Durchsuchungen. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstagmorgen auf Twitter mit.

  • Durchsuchungen gab es in den Berliner Bezirken Hellersdorf, Hohenschönhausen, Spandau und Köpenick, in Hagen (Nordrhein-Westfalen), Ludwigsfelde (Brandenburg) sowie Arnstadt (Thüringen).
  • Im Visier waren "tschetschenischstämmige Beschuldigte" aus dem islamistischen Milieu.
  • Eine konkrete Anschlagsgefahr habe aber nicht bestanden, teilten Generalstaatsanwaltschaft und Polizei mit.

Klarheit über die Motivlage

Die Ermittlungsbehörden verdächtigen nach eigenen Angaben mehrere Männer, Orte für einen etwaigen Anschlag in Deutschland ausgespäht zu haben. Rund 180 Einsatzkräfte hätten die Objekte an neun Orten in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen durchsucht.

Bei den Verdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um Männer im Alter von 23 bis 28 Jahren. Bei einem von ihnen seien bei einer Polizeikontrolle verdächtige Bilder auf dem Handy festgestellt worden. Die Durchsuchung habe Klarheit über die Motivlage bringen sollen.

Beschlagnahmt worden seien Bargeld, Hieb- und Stichwaffen sowie Datenträger. Diese würden jetzt ausgewertet. Ob es Festnahmen gab, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

(ll/dpa)

Hagener Synagoge: Ermittlungen gegen 16-Jährigen gehen weiter

Er soll sich mit einem IS-Terroristen über das Bauen von Bomben ausgetauscht haben. Einen islamistischen Anschlagsplan auf die Synagoge in Hagen bestreitet er aber. Die Ermittler müssen nun entscheiden, ob der festgenommene 16-jährige Syrer frei kommt.

Im Fall der mutmaßlichen Anschlagspläne auf die Synagoge in Hagen prüfen die Ermittler weiter, ob ein dringender Tatverdacht gegen den festgenommenen 16-Jährigen vorliegt. Davon hängt ab, ob gegen den jugendlichen Syrer ein Haftbefehl beantragt und er einem Richter vorgeführt wird, oder er noch am Freitag freigelassen werden muss, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft. Weder der Jugendliche, noch seine Familienangehörigen seien dem Staatsschutz zuvor als …

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