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Der Tatort in Fulda. Bild: osthessen-news/dpa

Polizei erschießt Randalierer vor Bäckerei in Fulda

In Fulda hat die Polizei am Freitagmorgen einen Mann erschossen, der zuvor vor einer Bäckerei mehrere Menschen angegriffen und teilweise schwer verletzt haben soll.

Als die Polizei am Tatort eingetroffen sei, habe der Mann die Beamten sofort mit Steinen und vermutlich einem Schlagstock attackiert, sagte die Sprecherin. Mindestens einer der Polizisten habe daraufhin geschossen, es seien nach den derzeitigen Ermittlungen mindestens drei Schüsse abgegeben worden. Ob der Angreifer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, sei noch unklar.

Die Bäckerei hatte nach Angaben der Ermittler zu dem Zeitpunkt noch nicht geöffnet. Die Hintergründe des Angriffs seien noch unklar. Bei dem Täter handelt es sich um einen 19-jährigen afghanischen Flüchtling, der zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft nahe des Tatorts gewohnt hat, wie die Staatsanwaltschaft Fulda mitteilte. Warum der 19-Jährige die Menschen angegriffen hatte, sei noch unklar. Für ein politisches Motiv gebe es jedoch keine erkennbaren Anzeichen. 

Thomas Bertz, Sprecher der Bäckerei, sagte am Vormittag: "Unseren beiden Mitarbeitern geht es den Umständen entsprechend gut, aber unser Fahrer musste ins Krankenhaus." Der Fahrer sei mit Steinen beworfen worden. Durch das Schaufenster der Bäckerei zog sich nach dem Vorfall ein Riss, zwei Einschlagstellen waren zudem zu erkennen.

Nur sehr selten tödliche Schüsse durch Polizei

Das hessische Landeskriminalamt (LKA) wurde zusätzlich als unabhängige Behörde in die Ermittlungen eingeschaltet. Das sei bei tödlichem Schusswaffengebrauch von Polizisten immer der Fall, erklärte ein LKA-Sprecher.

Im Jahr 2017 habe die Polizei in Hessen in fünf Fällen auf Menschen geschossen, dabei seien zwei Menschen ums Leben gekommen.

In etwa 99 Prozent der Fälle richte sich der polizeiliche Schusswaffengebrauch in Hessen wie auch bundesweit aber gegen kranke, verletzte oder gefährliche Tiere, sagte der Sprecher. Im Jahre 2017 habe es in Hessen 1243 derartige Fälle gegeben.

(pb/fh/dpa/afp)

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