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Neonazi-Treffen in Ostritz: Einwohner trollen Rechtsextreme mit dieser Aktion

Ostritz, ein 2000-Seelendorf im sächsischen Landkreis Görlitz, macht gerade Schlagzeilen. Dort haben Bürger auf ungewöhnliche Art und Weise ein Treffen von Rechtsextremen getrollt.

In Ostritz war am Wochenende ein Rechtsrockkonzert angekündigt. Erwartet wurden rund 750 Teilnehmer. Bereits im Vorfeld verbot das Verwaltungsgericht Dresden auf dem Gelände den Alkoholkonsum mit der Begründung, es bestehe die Gefahr, "dass Alkohol den offensichtlich kämpferisch-aggressiven Charakter der Veranstaltung noch mehr anheizen würde". Die Polizei setzte das Verbot um und konfiszierte sämtliche Biervorräte auf dem Gelände.

Nachdem bereits am Vortag 4200 Liter Bier beschlagnahmt worden waren, zogen die Beamten nach eigenen Angaben am Samstag noch einmal rund 200 Liter an mitgebrachten alkoholischen Getränken ein.

Die Einwohner von Ostritz setzten noch einen drauf...

In einer organisierten Aktion kauften sie den gesamten Biervorrat des örtlichen Supermarktes leer, insgesamt mehr als 120 Kisten.

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Kein Bier für Nazis. Bild: ZB / picture alliance/dpa

Zusammen mit dem Internationalen Begegnungszentrum des Klosters Sankt Marienthal verluden sie die Kisten auf Anhänger und transportierten das Bier weg. Das führte dazu, dass die Teilnehmer des Rechtsrock-Festivals auch auf dem Weg zum Gelände auf dem Trockenen sitzen blieben.

Am Samstag beteiligten sich an einer Demonstration gegen das rechtsextreme "Schild und Schwert Festival" nach Polizeiangaben rund 300 Menschen. Der Aufzug durch die Stadt sei laut und friedlich, sagte der Polizeisprecher.

(ohe/mit dpa)

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