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Bild: dpa Jan Woitas

Was wir wissen und was nicht: So lief der Terrorangriff von Halle ab

Ein Rechtsterrorist hat in Halle zwei Menschen getötet – und wollte noch viele mehr ermorden. Was ist über die Tat bislang bekannt? Ein Überblick.

johannes bebermeier

Ein schwer bewaffneter Täter hat in Halle an der Saale aus antisemitischen und rechtsextremen Motiven zwei Menschen getötet und weitere verletzt. Der Ablauf der Ereignisse lässt sich bislang nur rekonstruieren, die Behörden haben bislang nur Weniges bestätigt. Der Täter hat seine Taten offenbar selbst für das Internet gefilmt und ein "Manifest" veröffentlicht. Die Dokumente liegen t-online.de vor, ihre Echtheit ist bislang von den Sicherheitsbehörden jedoch nicht bestätigt worden. Sie decken sich aber mit den wenigen bekannten Fakten und erscheinen authentisch zu sein.

Der Ablauf des Anschlags:

Die Flucht:

Über die zeitweise Flucht gibt es bislang nur Medienberichte. Die Polizei hatte am Mittwoch nur von vermutlich mehreren flüchtigen Tätern gesprochen. Inzwischen geht sie davon aus, dass es sich nur um einen Täter handelte, den sie am Nachmittag festnimmt.

Der Täter:

Bei dem Tatverdächtigen soll es sich nach übereinstimmenden Medieninformationen um den 27 Jahre alten Stephan B. handeln. Er soll deutscher Staatsangehöriger sein. Die Behörden äußerten sich bislang nicht zum Tatverdächtigen. Auf Videos und Fotos ist ein junger, weißer Mann mit kahlem Schädel in Kampfmontur zu sehen. Die Bundesanwaltschaft hat inzwischen die Wohnung des Verdächtigen durchsucht und Beweise sichergestellt. Er soll in Benndorf bei Eisleben zusammen mit seiner Mutter gelebt haben. Der Ort liegt rund 40 Kilometer westlich von Halle.

Die Bundesanwaltschaft hat inzwischen bestätigt, dass sie die Tat als rechtsextremistisch und antisemitisch motiviert ansieht – ebenso, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um Stephan B. handelt. Das zeigt sich auch in dem selbst gefilmten Video des Täters, sowie in dem "Manifest". Im Video sagt der Täter unter anderem: "Ich glaube, der Holocaust ist nie passiert." Er hetzt gegen Feminismus und Migration. "Und die Wurzel all dieser Probleme ist der Jude." Das deckt sich mit seinem "Manifest", in dem er als ein Ziel ausgibt, "so viele Anti-Weiße wie möglich zu töten, vorzugsweise Juden". Stephan B. war den Behörden ersten Informationen zufolge bisher nicht als Teil der rechtsextremen Szene in Sachsen-Anhalt aufgefallen.

Was wir nicht wissen:

(Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen)

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