Keine Naziparty in Mattstedt: Gemeinde in Thüringen macht für Rechtsrocker Grenzen dicht

Das kleine Mattstedt in Thüringen sollte eigentlich an diesem Wochenende zum Mekka für Rechtsextreme aus ganz Deutschland werden. Tausende Nazis wollten im 500-Einwohner-Ort zusammenkommen.

Doch daraus wird nichts. Das Rechts-Rock-Konzert ist abgesagt. Wie die Thüringer Allgemeine berichtete, hat das Verwaltungsgericht Weimar am Freitagabend entschieden, dass das Gelände, auf dem das Konzert stattfinden sollte, gesperrt bleibt. Zuvor hatte die Gemeinde das Gelände, das in Privatbesitz ist, zum "Schutz vor möglichen Beschädigungen sichergestellt" und komplett abgeriegelt. 

Teileigentümer des Geländes hatten den Antrag gestellt. Das Verwaltungsgericht gab der Gemeinde jetzt recht. Und begründeten es damit, der Mietvertrag hätte nicht abgeschlossen werden dürfen, da nicht alle Eigentümer des Areals um Erlaubnis gebeten worden seien. Zum Schutze der Eigentümer sei die Gemeinde berechtigt gewesen, den Rechtsrockern den Zutritt zu verweigern (MDR). 

Jetzt bleiben die Tore des ehemaligen Fabrikgeländes geschlossen.

Grenzen dicht. Innenminster Maier ist erleichtert:

Polizei bleibt in Bereitschaft

Die Polizei Thüringen twitterte eine Grußbotschaft an alle rechten Veranstaltungsteilnehmer, doch bitte zuhause zu bleiben. Sie würden "an den Kontrollstellen zurückgewiesen."

Polizei will Nazis zurückführen:

Die Polizei ist dennoch mit einen Großaufgebot vor Ort. Die Thüringer Allgemeine berichtet von Reiterstaffeln und Dutzenden Mannschatswagen rund um das Gelände. 

Mattstedt leistet Widerstand

Bereits im Vorfeld hatte sich Protest formiert. Verschiedene Gruppen wie "Buntes Weimarer Land" oder "Wir für Mattstedt" hatten zum Gegenprotest aufgerufen. Trotz der Absage wollen die Rechts-Rock-Kritiker auf die Straße gehen. Die Demonstrationen der Bündnisse gegen rechts finden wie geplant statt.

(ts)

Rechts knallt auf Mitte: Die Proteste von Kandel:

Abschlussklasse in Thüringen empört mit rechtsextremen Parolen auf T-Shirts

Schüler einer Abschlussklasse im thüringischen Mihla haben mit ihren Abschluss-T-Shirts sowie einem Transparent für Empörung gesorgt. Auf beiden sind jeweils Parolen abgebildet, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind. Schulleiter, Eltern und Lehrer zeigen sich schockiert und betonen, nicht gewusst zu haben, welche Hintergründe die Sprüche haben.

Die Facebook-Seite "Antifaschistische Linke Eisenach" hatte am Sonntag auf den Fall im nahe gelegenen Mihla aufmerksam gemacht und entsprechende …

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