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Ein Maskierter im Propaganda-Video der "Atomwaffen Division": Die rechte Gruppe droht mit Terror und Gewalt in Deutschland. Screenshot/t-online.de

Vor NSU-Gedenken in Köln: Neonazis drohen mit Mord und Terror

Rechtsextremisten drohen in Köln kurz vor einem Gedenktag an Opfer des NSU mit Anschlägen. Verantwortlich ist angeblich die extrem gewaltbereite "Atomwaffen Division".

Wenige Tage vor dem 15. Jahrestag des NSU-Nagelbombenanschlags in Köln sind dort Flugblätter mit rechtsextremistischen Inhalten verteilt worden. Die Flyer der sogenannten "Atomwaffen Division" seien im Ortsteil Mülheim von bislang Unbekannten ausgegeben worden, teilte die Polizei mit. Einige in unfrankierten Briefumschlägen verpackte Flyer wurden von Anwohnern in deren Briefkästen aufgefunden und von der Polizei sichergestellt.

Der Staatsschutz ermittelt.

Neben Aufrufen zur Gewalt gegen Muslime enthalten die Flugblätter laut Polizei auch Hakenkreuzdarstellungen. Verteilt wurden die Flyer demnach zwischen dem 29. Mai und dem 3. Juni – dies sei aber erst jetzt über soziale Medien überregional bekannt geworden.Auf Twitter hatte unter anderem die Publizistin Bahar Aslan ein Foto der rechtsextremistischen Flugzettel verbreitet.

Am Sonntag ist auf der Mülheimer Keupstraße ein Straßenfest anlässlich des 15. Jahrestags des dortigen Nagelbombenanschlags geplant. Laut Polizei liegen bislang "keine konkreten Gefährdungserkenntnisse" vor. Unabhängig davon würden am Sonntag wie in den Vorjahren Polizeikräfte vor Ort sein, hieß es.

t-online.de hatte im Juli vergangenen Jahres ausführlich über Drohungen der mutmaßlichen Terrorgruppe berichtet. Die "Atomwaffen Division" war bis dahin nur als Terrorgruppe in den USA bekannt. Im Mai diesen Jahres tauchten dann auch Flugzettel an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt aufgetaucht.

Die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) ist für eine Tatserie mit insgesamt zehn Toten und dutzenden Verletzten verantwortlich. Am 9. Juni 2004 hatte ein Nagelbombenanschlag des Terror-Trios die von vielen türkischen Geschäften geprägte Kölner Keupstraße erschüttert. 22 Menschen wurden verletzte, darunter mehrere lebensgefährlich. In der Neonazi-Szene werden die Terroristen als Helden verehrt.

(Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen)

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