Teilnehmer des Neonazi-Festivals in Themar im Juli 2017. Der Festival-Besucher in der Mitte trägt ein T-Shirt der verbotenen Rechtsrock-Band

Besucher des Rechtsrock-Festivals im Jahr 2017. Bild: Michael Trammer/imago stock&people

Rechtsrock-Festival in Themar: Polizei holt zwei rechte Bands von der Bühne

Bei dem Rechtsrock-Konzert im südthüringischen Themar hat die Polizei am Freitagabend die Auftritte von zwei der drei Bands vorzeitig abgebrochen. Sie hätten gegen Auflagen verstoßen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Vorwurf: Die Band "Sturmwehr" habe einen indizierten Titel gespielt.

Auch die Band "Unbeliebte Jungs" spielten einen Titel, der nicht auf der vorher eingereichten Liste stand.

Für beide Gruppen gilt ein Auftrittsverbot bis Sonntag. Die dritte am Freitagabend auf dem Programm stehende Band hatte einen planmäßig kurzen Auftritt.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot bei den Rechtsrock-Konzerten am Wochenende präsent. Zu den Konzerten waren für Freitag 400 Besucher und für Samstag zwischen 800 und 1200 angemeldet worden. Die Polizei habe am frühen Freitagabend etwa 100 Teilnehmer der rechten Veranstaltung gezählt, sagte eine Behördensprecherin. Beamte aus mehreren Bundesländern sind in der Region im Einsatz.

Bereits an den Zufahrten zu der 2800-Einwohner-Stadt waren Kontrollstellen eingerichtet. Zudem ist die Polizei unter anderem mit zwei Wasserwerfern und einem Räumpanzer vor Ort. Auch bei früheren Konzerten in der südthüringischen Kleinstadt waren freitags nur wenige Besucher angereist, die meisten kamen am Samstag. Die Polizei hatte angekündigt, bei verbotenen rechtsextremen Symbolen oder beim Abspielen verbotener Lieder hart durchzugreifen.

(hd/dpa)

Diese vier Vorurteile füttern Rechtspopulisten

Die AfD macht Stimmung gegen Migranten – mit einem Schwimmbad-Video aus Israel

Die AfD-Bundestagsfraktion macht in einem Video über Gewalt in deutschen Freibädern Stimmung gegen Geflüchtete und Migranten. Doch Szenen einer Schlägerei, die laut AfD-Politikerin Beatrix von Storch am vergangenen Wochenende in Stuttgart aufgenommen wurden, stammen tatsächlich aus einem Freizeitbad in Israel. Mittlerweile hat die Fraktion ihre Posts gelöscht und durch neu geschnittene Videos ersetzt.

Seit mehreren Tagen wird in Deutschland über Gewalt in Freibädern diskutiert. Am Samstag war es in einem Düsseldorfer Freibad zu einem Streit mit mehreren Hundert Beteiligten gekommen. Die Polizei versuchte, den Streit mit Dutzenden Beamten zu schlichten. Der Verband der Schwimmmeister kritisierte anschließend eine zunehmende Aggressivität in deutschen Freibädern.

Für die AfD offenbar ein gefundenes Fressen: In den sozialen Medien nutzt die Partei die Vorfälle, um gegen Geflüchtete und …

Artikel lesen
Link zum Artikel