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maischberger.die woche am 14. August 2019, die Sommerstaffel. Die Kabaerettistin Idil Baydar. In der Sommerstaffel wird nicht ein einzelnes Thema behandelt. Maischberger stellt gleich mehrere Themen zur Diskussion, die während der Woche Politik und Gesellschaft beschäftigen. Daran beteiligen sich Gäste in unterschiedlichen Konstellationen. Dieses Mal ging es primär um die Ausprägungen des Rassismus. Köln Nordrhein-Westfalen Deutschland *** maischberger die woche am 14 August 2019, die Sommerstaffel The cabaret artist Idil Baydar The summer season does not deal with a single topic Maischberger presents several topics for discussion at the same time that occupy politics and society during the week Guests in different constellations take part in this discussion This time it was primarily about the manifestations of racism Cologne North Rhi

Auch die Kabarettistin Idil Baydar wurde offenbar Opfer von Nazi-Drohungen. Bild: www.imago-images.de / bKlaus W. Schmidt

Nazi-Drohungen gegen Kabarettistin Idil Baydar: Spur führt erneut zur hessischen Polizei

In einem weiteren Fall von rechtsextremen Bedrohungen soll es laut einem Zeitungsbericht eine unberechtigte Datenabfrage von einem Rechner der hessischen Polizei gegeben haben. Von dem Computer seien persönliche Daten der Kabarettistin Idil Baydar abgerufen worden, berichtet die "Frankfurter Rundschau" ("FR") in ihrer Dienstagsausgabe unter Berufung auf einen internen Polizeivermerk. Die Polizei gehe auch dieser Datenabfrage nach.

Baydar wird dem Blatt zufolge seit Monaten von Rechtsextremisten mit Schmäh- und Drohschreiben überzogen. Sie ist die dritte Prominente, bei der es laut Medienberichten unberechtigte Datenabfragen bei der hessischen Polizei gegeben haben soll. Zuvor war über Abfragen persönlicher Daten der Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz und der hessischen Linken-Fraktionsvorsitzenden Janine Wissler berichtet worden. Auch sie erhielten rechtsextreme Drohschreiben.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main, Nadja Niesen, sagte der "FR", es gebe "weitere Geschädigte" in dem gegen Unbekannt geführten Ermittlungsverfahren. Etwaige Namen würden aber "weder genannt noch bestätigt". Die jeweiligen Drohmails wiesen "Ähnlichkeiten in Aufbau und Wortlaut auf". So hatte die Frankfurter Anwältin Basay-Yildiz, die im NSU-Prozess Nebenkläger aus den Familien der Opfer der rechtsextremen Mordserie vertrat, 2018 Drohschreiben erhalten, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet waren.

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte in der vergangenen Woche den Verdacht geäußert, es könne ein rechtes Netzwerk in der hessischen Polizei geben und einen Sonderermittler zu den Drohmails eingesetzt: Der Direktor der Kriminaldirektion im Frankfurter Polizeipräsidium, Hanspeter Mener, übernahm federführend die Ermittlungen.

(lau/afp)

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Interview

Was hilft gegen Rechtsextremismus bei der Polizei, Herr Fiedler?

Immer wieder sind in diesem Jahr rassistische Vorfälle in der Polizei bekannt geworden. Vor ein paar Wochen kam die Meldung: in NRW und Berlin sind neue rassistische Chats aufgetaucht. Was lässt sich tun gegen Rechtsextremismus in den Sicherheitsbehörden? Und wie können sie verlorenes Vertrauen zurückgewinnen?

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Zuletzt sind erneut Fälle von Rechtsextremismus in der Polizei bekannt geworden, 350 Verdachtsfälle in den Sicherheitsbehörden meldet das Bundesamt für Verfassungsschutz.

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