Amazon-Logo auf einem Promotion-Stand. Köln, 07.09.2018 *** Amazon logo on a promotion booth Cologne 07 09 2018 Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Bild: imago images/Future Image/epd/chrsitan ditsch/watson montage

Zentralrat der Juden fordert: Amazon soll auf den Verkauf von Nazi-Artikeln verzichten

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat den Versandhändler Amazon zum Verzicht auf den Verkauf von Nazi-Artikeln aufgefordert.

Schuster formulierte konkrete Erwartungen an Amazon:

"Wir erwarten von einem Unternehmen wie Amazon wie auch den zuständigen Behörden, dass sie solche Schriften eigenständig, aber zumindest auf Hinweis, auf ihre Rechtswidrigkeit prüfen, gegebenenfalls unverzüglich aus dem Verkehr ziehen und gegen die Urheber konsequent Strafanzeige stellen."

Auf der Drittanbieterplattform Amazon Marketplace sind laut RND zahlreiche T-Shirts mit Slogans wie "Auch ohne Sonne braun" oder "Nordische Wut kennt keine Gnade" erhältlich, außerdem als "wissenschaftliche Quellentexte" ausgewiesene Propagandaschriften mit Titeln wie "Der Jude als Weltparasit" oder "Judas: Der Weltfeind". Betrieben würden die Shops teilweise von Aktivisten der rechten Szene.

Amazon wollte laut RND trotz mehrfacher Anfrage nicht zu den Vorwürfen Stellung nehmen. "Wir kommentieren das nicht", sagte Unternehmenssprecher Tobias Goerke dem Redaktionsnetzwerk.

Das Unternehmen verstößt nach RND-Recherchen gegen seine eigenen Richtlinien für Marketplace-Händler. Darin heiße es ausdrücklich: "Verboten ist das Anbieten von Artikeln, die den Nationalsozialismus oder verfassungswidrige Organisationen verherrlichen, unterstützen, gutheißen oder verharmlosen."

(as/afp)

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