23.08.2019, Berlin: Beamte der Spurensicherung sichern in einem Faltpavillon Spuren am Tatort. In Berlin-Moabit soll ein Fahrradfahrer einen Mann erschossen haben. Foto: Christoph Soeder/dpa | Verwend ...
Beamte der Spurensicherung sichern in einem Faltpavillon Spuren am Tatort in Berlin.Bild: picture alliance/Christoph Soeder/dpa
Deutschland

Tiergarten-Mord: Deutschland weist russische Botschaftsmitarbeiter aus

04.12.2019, 12:1904.12.2019, 13:08

Nach dem Mord an einem Georgier im Berliner Tiergarten zieht Deutschland offenbar Konsequenzen. Russland steht im Verdacht, den Mord in Auftrag gegeben zu haben.

  • Deutschland hat zwei russische Botschaftsmitarbeiter des Landes verwiesen. Das berichtete zuerst der "Spiegel". Das Auswärtige Amt bestätigte den Schritt in einer Pressemitteilung.
  • Mit diesem Schritt reagiere die Bundesregierung darauf, dass die russischen Behörden sich nicht an der Aufklärung des Mordes beteiligten, teilte das Auswärtige Amt mit.
  • Am Mittwoch wurde außerdem bekannt: Der Generalbundesanwalt übernimmt in dem Fall des getöteten Georgiers die Ermittlungen.
  • Die Bundesanwaltschaft verfolgt den Anfangsverdacht, dass staatliche Stellen in Russland oder der autonomen Republik Tschetschenien dahinterstecken, wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte.

Die Hintergründe zum Mord an dem Georgier

Das 40-jährige Opfer war im Kleinen Tiergarten in Berlin von einem Fahrrad aus erschossen worden. Der Verdächtige wurde festgenommen, die Tatwaffe und das mutmaßliche Fluchtfahrrad von der Polizei beschlagnahmt. Das Opfer soll im sogenannten zweiten Tschetschenienkrieg gegen Russland gekämpft haben.

Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen und die Anklage in allen Fällen, die die innere und äußere Sicherheit des Landes besonders betreffen. Dazu gehören neben Terrorismus, Spionage und Landesverrat auch solche Verbrechen, die eine außenpolitische Dimension aufweisen.

Russland kündigt Reaktion an

Russland will nach der Ausweisung der Diplomaten ebenfalls Schritte einleiten. Moskau sehe sich gezwungen, darauf zu reagieren, hieß es im russischen Außenministerium am Mittwoch in Moskau der staatlichen Agentur Tass zufolge. Das Vorgehen Deutschlands sei unfreundlich und unbegründet.

(ll/afp/dpa)

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