Mehr als jede vierte Frau im Job Opfer von sexueller Belästigung

Mehr als jede vierte Frau in Deutschland wird an ihrem Arbeitsplatz Opfer von sexueller Belästigung. Das zeigt eine am Donnerstag in Berlin vorgestellte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Beamtenbunds dbb. Konkret haben 26 Prozent der befragten Frauen angegeben, in ihrem Arbeitsumfeld einmal Formen von sexueller Belästigung oder von sexistischem Verhalten erlebt zu haben. 

#MeTwo zeigt den Alltagsrassismus in Deutschland:

Video: watson/Lia Haubner

Zählt man die Frauen hinzu, die bei Kolleginnen und Kundinnen solche Belästigung wahrgenommen haben, sind es sogar 35 Prozent, die entsprechendes Verhalten schon erlebt haben. Männer haben laut der Umfrage zu 6 Prozent schon einmal selbst sexuelle Belästigung oder sexistisches Verhalten erfahren. Die Werte unterscheiden sich zwischen öffentlichem Dienst und Privatwirtschaft nur schwach.

Forsa-Chef Manfred Güllner führte den hohen Anteil derer, die sich als Betroffene von sexueller Belästigung zu erkennen geben, auch darauf zurück, dass die Sensibilität durch die MeToo-Debatte über Sexismus und Missbrauch gestiegen sei. Der Vorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion, Ulrich Silberbach, forderte die Zulassung von Verbandsklagen. "Damit könnten wir den Diskriminierungsopfern besser den Rücken stärken."

(pbl/dpa)

Biontech-Gründer erwartet Ende der Lockdown-Maßnahmen für Herbst

Der Gründer des Mainzer Corona-Impfstoffherstellers Biontech rechnet spätestens im Herbst mit einem Ende der Lockdown-Maßnahmen in Deutschland. "In vielen Ländern in Europa und in den USA, werden wir wahrscheinlich Ende des Sommers in der Situation sein, nicht mehr in einen Lockdown zu müssen", sagte Ugur Sahin der "Welt am Sonntag".

Das Virus werde zwar nicht verschwinden, fügte Sahin hinzu. Es werde mindestens ein Jahr dauern, bis die Menschheit "die Kontrolle über die Situation" haben …

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