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Was für die Einen nach Enteignung klingt, ist für Juso-Chef Kevin Kühnert eine legitime Forderung in einem aufgeheizten Miet- und Wohnungsstreit. Bild: iStockphoto

Juso-Chef Kühnert: "Jeder sollte maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt"

Juso-Chef Kevin Kühnert ist ein Mann der provokanten Forderungen. Zuletzt forderte er, die Fortführung der Großen Koalition von einem Klimaschutzgesetz abhängig zu machen. Nun will er den Besitz von Immobilien in Deutschland beschränken.

"Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt."

Noch besser seien genossenschaftliche Lösungen, im Optimalfall gebe es überhaupt keine privaten Vermietungen mehr, sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation.

Kühnert sprach sich auch dafür aus, große Firmen auf demokratischem Weg zu kollektivieren. "Ohne Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar", sagte er.

Entscheidend sei, dass die Verteilung der Profite demokratisch kontrolliert werde. "Das schließt aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer dieses Betriebes gibt." Der 29-Jährige bezeichnet sich selbst als Sozialisten.

(ts/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 02.05.2019 09:51
    Highlight Highlight Wie oft muss ein Konzept eigentlich scheitern, bevor man allgemein akzeptiert, dass es nicht funktionieren kann? Das gilt leider genauso für den Kommunismus wie für den Nationalismus. Keine Idee ist scheinbar dumm genug, dass sie nach ein paar Jahren nicht wieder aus der Versenkung auftaucht.

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