Deutschland
Abstract, Polygonal structure, Circle, dot, Geometric Shape, Network

Was für die Einen nach Enteignung klingt, ist für Juso-Chef Kevin Kühnert eine legitime Forderung in einem aufgeheizten Miet- und Wohnungsstreit. Bild: iStockphoto

Juso-Chef Kühnert: "Jeder sollte maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt"

Juso-Chef Kevin Kühnert ist ein Mann der provokanten Forderungen. Zuletzt forderte er, die Fortführung der Großen Koalition von einem Klimaschutzgesetz abhängig zu machen. Nun will er den Besitz von Immobilien in Deutschland beschränken.

"Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt."

Noch besser seien genossenschaftliche Lösungen, im Optimalfall gebe es überhaupt keine privaten Vermietungen mehr, sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation.

Kühnert sprach sich auch dafür aus, große Firmen auf demokratischem Weg zu kollektivieren. "Ohne Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar", sagte er.

Entscheidend sei, dass die Verteilung der Profite demokratisch kontrolliert werde. "Das schließt aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer dieses Betriebes gibt." Der 29-Jährige bezeichnet sich selbst als Sozialisten.

(ts/dpa)

Die besten Protestschilder des March For Our Lives

Dr. G-Punkt über Frauen und Pornos

Exklusiv

Sahra Wagenknecht: "Klimaschutz darf kein Elitenthema bleiben. Fridays for Future fand an Gymnasien und Hochschulen statt, aber kaum an Real- und Berufsschulen"

Die Linken-Politikerin spricht im watson-Interview über das Erbe der Ära Merkel, ihren Blick auf Fridays for Future – und darüber, warum diskriminierte Minderheiten aus ihrer Sicht wenig von Diversity und Frauenquoten haben.

Im November 2019 lag Sahra Wagenknecht vor Angela Merkel. Ein paar Wochen, bevor die Welt zum ersten Mal von einem neuartigen Coronavirus hörte, war sie zumindest laut einer Umfrage des Instituts Insa Deutschlands beliebteste Politikerin, vor der Bundeskanzlerin. Wagenknecht ist seit fast drei Jahrzehnten auf der politischen Bühne: erst als Vertreterin der "Kommunistischen Plattform" in der PDS, einer Vorgängerpartei der Linken, später als Vizechefin der Linkspartei und als Fraktionschefin …

Artikel lesen
Link zum Artikel