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Bei Maybrit Illner ging es am Donnerstagabend um die Zukunft der Großen Koalition. zdf-screenshot

SPD-Veteran Beck sauer auf RTL-Journalistin bei Illner: "Extrem unfair!"

Laaast Christmas I gave you my heart, and this year Neuwahlen?! Offenbar schon weihnachtlich gestimmt nahm Maybrit Illner die Weihnachtszeit in ihre Diskussion um den Zustand der Großen Koalition auf. In der ZDF-Sendung hieß es daher: "Fordern, drohen, feilschen – Last Christmas für die GroKo?".

In ihrem Leitantrag für den SPD-Parteitag in Berlin, der an diesem Freitag beginnt, schwächte das Spitzen-Duo seine Forderungen an die Unionsparteien zunächst ab – und spitzte sie nach Kritik von den eigenen Unterstützern dann wieder zu. Ein Schlingerkurs, der die Zweifel am Fortbestand der GroKo nährte.

Bei Illner erklärte die RTL-Chefredakteurin Tanit Koch die Revolution bei den Sozialdemokraten für "abgeblasen". Die beiden designierten Parteivorsitzenden seien lediglich Vorsitzende "von Kevins Gnaden" – gemeint ist Juso-Chef Kevin Kühnert, der sich im internen SPD-Wahlkampf hinter Walter-Borjans und Esken gestellt hatte.

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Beck vs. Koch am Donnerstagabend im ZDF. zdf-screenshot

Der frühere SPD-Vorsitzende Kurt Beck ärgerte sich über Kochs Darstellungen, die er nur "schwer erträglich" fand. Beck kochte: Walter-Borjans und Esken seien auch nicht "drittklassig" (Koch), nur weil diese in der Spitzenpolitik bislang keine Rolle gespielt hätten. Die RTL-Journalistin agiere "extrem unfair".

Maybrit Illner: SPD-Veteran geht RTL-Journalistin an

Koch schoss zurück: "Das Traurige für die SPD ist, dass es durchaus erstklassige Kandidatinnen gegeben hätte." Sie nannte die Familienministerin Giffey und die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig. Beck war sichtlich angefressen: "Ich find's furchtbar, wie sie argumentieren."

Koch erinnerte an Walter-Borjans umstrittene Bilanz als Finanzminister von NRW – Beck fiel nicht mehr viel ein: Er schüttelte empört den Kopf und machte "Ach".

Beck kämpfte in der Sendung für den Verbleib der Genossen in der Großen Koalition: Die SPD müsse - dem Land zuliebe - in der Koalition verbleiben. Es gebe - wieder Politikersprech - noch viel zu tun.

Die eigentlichen Spitzenpolitiker, SPD-Präsidiumsmitglied Johanna Uekermann und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, blieben derweil unauffällig. Vielleicht litten sie ja einfach stumm an ihrer Regierungsverantwortung.

(pb)

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