21.03.2020, Rheinland-Pfalz, Rengsdorf: Supermarktbetreiber Michael Glück bringt an dem für das Toilettenpapier vorgesehenen Regal ein Schild an, das die Kunden darauf hinweist, dass die erste Packung für den regulären Preis erhältlich ist und für jede weitere Packung ein Aufpreis fällig wird, den er an die Coronahilfe des Landkreises spendet. In den letzten Tagen haben Kunden vermehrt große Mengen Toilettenpapier gekauft, was zu leeren Regalen geführt hatte. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Supermarktbetreiber Michael Glück hat eine Idee gegen Hamsterkäufer. Bild: dpa / Thomas Frey

Rewe-Händler mit ungewöhnlicher Aktion gegen Hamsterkäufe

Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im rheinland-pfälzischen Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück der dpa am Samstag. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. "Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen."

Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Coronavirus-Helfer leiten. Seine Aktion findet im Internet großen Widerhall und Zustimmung, obwohl der Kaufmann bislang noch keinen Cent Spenden eingenommen hat. Der Grund: Er bekommt derzeit kein Klopapier geliefert. Die Aktion will Glück aber durchziehen und glaubt an den Erfolg: "Wenn jeder sich vernünftig verhält, hätten alle was."

(om/hau/dpa)

Diese neuen Corona-Maßnahmen planen Discounter und Supermärkte jetzt

Seit Montag gelten in Deutschland wieder strengere Corona-Regeln. Das Freizeitleben wurde weitestgehend heruntergefahren. Restaurants, Kneipen, Bars, Fitnessstudios, Kinos und Theater mussten schließen. Der Einzelhandel ist von diesen Schließungen nicht betroffen, es gelten aber auch hier wieder strengere Regeln. So soll sich nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter Ladenfläche in den Geschäften aufhalten.

Wie setzen die Supermärkte und Discounter diese neue Vorgabe um? Watson hat nachgefragt …

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