Deutschland
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Eine Frau trinkt ein Glas Milch. Bild: imago images/CHROMORANGE / CHROMORANGE

Kunden stimmen über Rewe-Milch-Preis ab: Das ist das Ergebnis

Das Tierwohl wird mehr und mehr Verbrauchern immer wichtiger. Das betrifft natürlich auch die Frage, unter welchen Umständen Milch produziert wird. Dem trägt der Einzelhändler Rewe nun mit einer neuen Aktion Rechnung: Die Kunden selbst konnten per Online-Abstimmung darüber bestimmen, welche Kriterien beim Herstellungsprozess gelten sollen – und welcher Preis dafür angemessen ist.

"Verbraucher-Milch" nennt sich das Produkt, das es seit Montag in einigen Rewe-Geschäften zu kaufen gibt. Dabei handelt es sich noch um einen Testlauf. Die Milch werde zunächst in 400 Märkten in Hessen angeboten, erklärt eine Rewe-Sprecherin gegenüber watson. Das weitere Vorgehen sei noch offen:

"Ob und wie die Milch oder etwaige weitere Produkte weiter vertrieben werden, können wir Ihnen heute noch nicht sagen, da die Aktion erst seit gestern läuft."

Für diese Kriterien entschieden sich die Kunden

Immerhin war die Resonanz auf den ersten Versuch nicht schlecht: Etwas mehr als 9300 Verbraucher haben an einem Voting teilgenommen. Dabei konnten sie festlegen, welche Rolle folgende Faktoren spielen sollten:

Das Ergebnis gibt es nun zu kaufen. Entschieden haben sie sich für folgende Variante:

Vorbild für "Du bist hier der Chef!" ist eine Initiative aus Frankreich. Die hört auf den Namen "C’est qui le patron?!" und startete im Jahr 2016 ebenfalls mit Milch. Sie kommt 350 französischen Milchbauern zugute, die mittlerweile exklusiv für die Initiative produzieren und dafür eine faire Vergütung erhalten.

(om)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Heifisch 22.07.2020 17:05
    Highlight Highlight Was sagt uns diese Umfrage mit eindeutigem Ergebnis?
    Eine echte Entscheidung trifft der Kunde mit dem wirklichen Kauf von einem Liter Milch zum Preise von 1,45 EUR. Das ist für mich ein echtes Bekenntnis zur Qualität der Lebensmittel. Bei uns in der Gegend gibt es die Möglichkeit. Sie wird aber kaum in Anspruch genommen. Es wäre schön, wenn man die Menschen viel stärker von ökologisch erzeugten Produkten überzeugen könnte.
  • RoLo43 22.07.2020 16:57
    Highlight Highlight Der Markt für landwirtschaftliche Produkte in Deutschland ist volkswirtschaftlich betrachtet ein Oligopson. Im Interesse einer gewissen Eigenversorgung in Krisensituationen muss hier durch staatlich gesicherte Aufkaufpreise ein ruinöser Wettbewerb verhindert werden. Nicht der Einzelhandel und die Verbraucher, sondern die Aufkäufer und Verarbeiter sind hier die Preisdrücker. Lässt man den Landwirten eine fachlich gute Arbeit zu angemessener Entlohnung machen, geht es auch den Tieren gut und die Pflanzen gedeihen unter professionellen Bedingungen.
    • RoLo43 23.07.2020 11:22
      Highlight Highlight Die Angst vor dem Butterberg und dem Milchsee der 50er und 60er Jahre scheint aber in Deutschland leider sehr groß zu sein. Das kann man doch wohl mit anderen Mitteln vermeiden. Nicht alles darf der Markt, der ökologisch und sozial blind ist, regeln.
  • inscha 22.07.2020 15:41
    Highlight Highlight Warum nur 58 cent? Wer hat mehr Kosten als der Landwirt?

    Und der Anreitz zum Wohle der Tiere und unserer Lebensgrundlage auf Öko umzustellen, ist mit 0,01 € lächerlich gering.


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