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An der Fassade eines Wirtshauses hängt am Anfang Juni 2017 in Karlsruhe-Durlach bei einer Gegendemonstration zu einem Aufmarsch von Rechtsextremen ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Bier für Nazis". Bild: (archivfoto) dpa

Erneut kein Bier für Rechtsextreme – Polizei mietet Tankstelle neben Konzertgelände

Mitte Juni sorgten die Einwohner von Ostritz für Schlagzeilen, als sie den gesamten Biervorrat eines Ladens aufkauften, damit Besucher eines Rechtsrockkonzerts auf dem Trockenen sitzen blieben. Nun zieht die Polizei aus Thüringen nach.

Am kommenden Wochenende ist in der Ortschaft Themar ein Rechtsrock-Konzert angesagt. Nahe des Festivalgeländes gibt es eine Tankstelle, an der sich Rechtsextreme in der Vergangenheit mit Alkohol versorgten. Doch damit ist nun Schluss. Denn die Tankstelle wird während des Konzerts zum Hauptquartier der Polizei.

Logistik-Probleme für Rechtsextreme

Der Vize-Präsident der Thüringer Landespolizei, Thomas Quittenbaum, sagte, der Pächter schließe die Tankstelle und stelle der Polizei die Flächen dort zur Verfügung, wie die "Welt" berichtet. "Wir werden dort während des Festivals einen Führungspunkt haben und Logistik", so Quittenbaum.

Wie bereits in Ostritz wird es auch auf dem Festivalgelände in Themar verboten sein, Alkohol auszuschenken. Dies hat das Verwaltungsgericht in Meinigen am Montag bestätigt. Und wenn dann auch die Tankstelle vor dem Konzertgelände von der Polizei besetzt ist, wird es für die Rechtsextremen schwieriger werden, an Bier zu kommen.

(ohe)

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