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Maybrit Illner bleibt hartnäckig.

Illner geht ihren Gästen mit Personal-Fragen auf die Nerven – "unsägliche Debatte"

Nach jeder Wahl, in der eine oder mehrere Parteien abschmieren, folgt die immer gleiche Leier: Der Vorsitz der Partei verkündet, keine Debatte über Personalien führen zu wollen, immerhin gehe es doch um Inhalte – aber natürlich sprechen Medien und auch Politiker dann vor allem über Personalien.

Auch jetzt wieder, wenige Wochen nach der Europawahl, spricht die Bundesrepublik über die "Kanzler-Frage". Dabei ist die nächste Bundestagswahl ja erst für 2021 angesetzt. Aber die SPD wird von drei kommissarischen Chefs angeführt und in Berlin brodelt die Gerüchteküche, ob Annegret Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin der CDU geeignet sei. Über allem die Frage: Wie lange hält die GroKo noch?

Die Debatte über politische Köpfe wollte in ihrer Sendung auch Maybrit Illner im ZDF am Donnerstagabend führen. Einige ihrer Gäste wollten das aber partout nicht.

Wir haben vier Momente gesammelt, in denen die Moderatorin ihren Gästen mit der Frage nach den Personalien auf die Nerven ging.

Die Gäste bei "Maybrit Illner":

Manuela Schwesig, kommissarische SPD-Vorsitzende
Tobias Hans, CDU-Ministerpräsident des Saarlands
Harald Lesch, Astrophysiker
Sophie Passmann, Autorin
Wolfram Weimer, Publizist

Illner beginnt mit der SPD

Zunächst fragte Maybrit Illner natürlich bei der SPD nach: Wie steht's denn da mit der Frage der Personalien? Der Vorstand der Sozialdemokraten will erst am 24. Juni überhaupt über das Vorgehen zur Auswahl einer neuen Parteispitze entscheiden.

Eine ungewöhnliche Idee brachte da der Verleger Wolfram Weimer ein: Er kann sich als Doppelspitze die bei Illner eingeladene Schwesig und Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel vorstellen.

"Er traut mir jedenfalls eine Menge zu", antwortete Schwesig scherzend auf diesen Vorschlag. "Aber ich will hier sagen: Für mich ist der Parteivorsitz nicht zu verscherbeln wie bei Rudis Resterampe." Die kommissarische SPD-Chefin betonte in der Folge, wie wichtig der Vorsitz sei.

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bild: zdf screenshot

Illner fragte: "Was müsste passieren, dass Sie sagen: Ich stelle mich als Parteivorsitzende zur Verfügung?"

Schwesig gab zunächst keine Antwort auf diese Frage, sondern wiederholte, was sie zuvor gesagt hatte. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern betonte dann aber: Sie wolle ihr Amt als Ministerpräsidentin nicht verlassen, die zusätzliche Aufgabe als Parteivorsitzende könne und wolle sie nicht leisten.

Die Kanzlerinnen-Frage in der CDU

Ab der Mitte der Sendung lautete dann die Frage: Wer wird denn der Kanzlerkandidat der CDU? Fraktionschef Ralph Brinkhaus hatte die Diskussion mit einem Interview ins Rollen gebracht, als er AKK als Kandidatin vorschlug.

Darauf angesprochen sagte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans: Die Frage stelle sich nicht. "Fakt ist doch, dass sie Parteivorsitzende ist."

Er erklärte dabei auch: "Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor über einem Jahr ein Staatsamt, das Amt der Ministerpräsidentin, das sie toll ausgeführt hat, aufgegeben, um Generalsekretärin zu werden. Jetzt ist sie Parteivorsitzende. Das ist ein Fakt, der uns helfen kann, uns inhaltlich zu profilieren. "

Später legte Hans noch einmal nach: "Die Frage der Kanzlerkandidatur, die stellt sich doch jetzt gar nicht." Und: "Die Debatte ist grundfalsch."

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Bild: zdf screenshot

Aber Maybrit Illner lässt nicht locker

Die Moderatorin hielt die Debatte um den Kanzlerkandidaten der CDU nicht für "falsch". Sie präsentierte eine Umfrage, laut der die Mehrheit der Deutschen Friedrich Merz als Kandidaten sehen würden.

"Hätten Sie, Herr Hans, einen Lieblingskandidaten?", fragte Illner den CDU-Politiker erneut.

"Also zunächst hat Deutschland eine Bundeskanzlerin und sie hat gesagt, sie bleibt im Amt bis zur Ende der Legislaturperiode. Und das ist im Jahr 2021", antwortete Hans und rollte dabei genervt die Augen. "Diese ganze unsägliche Debatte, wer wird irgendwann mal Kanzlerkandidat, die bringt uns einfach nicht weiter."

Das kommentierte Maybrit Illner gar nicht, sondern fragte Publizist Weimer um seine Einschätzung. Der sagte: "Es ist doch normal, dass in einer Partei diskutiert wird, wer ist der beste Kandidat. Deswegen können Sie noch so oft sagen, redet nicht darüber. Die Menschen reden darüber."

Tobias Hans wollte aber lieber über Klimapolitik und forderte einen neuen internationalen Ansatz, um die CO2-Emissionen global zu senken.

Illner holt nochmal aus

Die Moderatorin war aber immer noch nicht fertig mit der Kanzlerinnen-Frage. "Ist Annegret Kramp-Karrenbauer Ihre Kanzlerkandidatin", fragte sie, während Hans noch über die sozialen Medien und die Fehler seiner Partei im Umgang damit referierte.

"Ich werde diese Debatte auch nicht (führen), wenn Sie das zum fünften Mal nachfragen...", begann der CDU-Politiker.

Seine Antwort letztlich: Annegret Kramp-Karrenbauer sei eine großartige Parteivorsitzende. "Und eine Parteivorsitzende ist dann, wenn es darum geht einen Kanzlerkandidaten zu küren, sicherlich eine natürliche Kandidatin."

Damit war die Personalien-Frage nach rund drei Viertel der Sendung dann auch mal abgehakt.

(ll)

SPD und Barley gegen Rechts

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