Nach Belästigungsvorwürfen trennt sich der WDR vom "Alpha-Tier"

Nach Belästigungsvorwürfen hat sich der WDR von einem langjährigen Mitarbeiter getrennt. Das berichteten das Magazin "stern" und das Recherchenetzwerk "correctiv" am Montag. Beide Medien hatten den Fall im Vormonat aufgedeckt. 

Zwei Frauen hatten den langjährigen Mitarbeiter wegen sexueller Übergriffe belangt, der Mann, habe sich demnach in einer E-Mail als "Alpha-Tier" gerechtfertigt. Der Sender zog aus den Übergriffen nun die Konsequenzen.

Anders liegt ein zweiter Fall: Der langjährige Fernsehspielchef des WDR, Gebhard Henke, soll sich bis Freitag zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfe sexueller Übergriffe äußern. Henke bestreitet die Vorwürfe.

Autorin Charlotte Roche hatte ihn im Magazin "Spiegel" belastet, eine Initiative von Frauen aus dem Film- und Fernsehgeschäft hatte sich daraufhin in einem offenen Brief für Henke ausgesprochen. Henke hatte die Sender-internen Untersuchungen gegen ihn selbst publik gemacht.

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Die frühere EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies ermittelt wegen Macho-Strukturen im WDR. Bild: dpa

Dem WDR wird von weiblichen Mitarberinnen seit Jahren eine Macho-Kultur attestiert. WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn steht sowohl Sender-intern als auch -extern wegen seines Krisenmanagements in der Kritik.  Um die Vorwürfe und interne Strukturen zu klären, wurde Schönenborn eine unabhängige Kommission unter Leitung der früheren Gewerkschaftschefin und EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies vorgesetzt. 

(per, dpa, afp)

Wegen Corona-Krise: Scholz plant noch einmal neue Schulden für 2021 und 2022

Die Corona-Krise mit Lockdown, Gesundheitskosten und Unternehmenshilfen belastet den Bundeshaushalt deutlich stärker als erwartet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will im laufenden Jahr rund 60.4 Milliarden Euro mehr Schulden machen als zunächst geplant. Wie am Montag aus dem Finanzministerium verlautete, plant er für das kommende Jahr 2022 zudem noch einmal eine Neuverschuldung von rund 81,5 Milliarden Euro.

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