Deutschland

Brandsätze und Steine – Erneut Angriffe im Hambacher Forst

Erneut haben bislang unbekannte Täter Fahrzeuge und einen Gerätestützpunkt des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst angegriffen. Nach Angaben der Polizei warfen mehrere Vermummte in der Nacht auf den 1. Weihnachtsfeiertag Brandsätze und Steine. Auch sei ein Löschfahrzeug der Werksfeuerwehr angegriffen worden. Anschließend flüchtete die Gruppe unerkannt in den Wald. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Brandstiftung und schweren Landfriedensbruchs.

Bereits am Freitag hatte es einen ähnlichen Zwischenfall im Hambacher Forst gegeben. Dabei hatten rund 20 Personen mit Zwillen geschossen und Steine geworfen. Ein RWE-Mitarbeiter war von einem Stein am Kopf getroffen worden.

RWE hatte den Wald nahe Köln zur Erweiterung des benachbarten Braunkohle-Tagebaus weitgehend roden wollen. Umweltschützer und andere Aktivisten wollten das mit einer Besetzung des Areals verhindern. Der Wald wurde von der Polizei geräumt. Vor Gericht unterlag RWE allerdings vorläufig.

(dpa)

Die Räumung des Protestcamps im Hambacher Forst:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Analyse

Viel richtig gemacht – aber nicht alles: Drei Kritikpunkte an der ProSieben-Doku "Rechts.Deutsch.Radikal"

Die ProSieben-Doku "Rechts.Deutsch.Radikal" war ein bemerkenswerter Publikumserfolg. Journalist Thilo Mischke hat mit mutiger Recherche dafür gesorgt, dass ein breites Publikum damit konfrontiert wird, wie unterschiedlich rechtsextreme Umtriebe in Deutschland wirken.

Doch die Doku hat drei wichtige Schwächen.

Ein Überblick:

Die Symbole rechtsradikaler Bewegungen wie der "Identitären" sind in "Rechts.Deutsch.Radikal" lange und prominent vertreten: Ihre Slogans sind zu hören, Sticker mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel