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Lifestyle portrait of a young businesswoman sitting with smart phone at the modern train

Bild: iStockphoto/montage

6 Regeln, mit denen euch alle anderen im ICE so richtig hassen werden

Machen wir uns nichts vor, jeder von uns hat in der Bahn schon einmal auf dem Boden gesessen. Und wenn es zu Weihnachten für viele bald auf Schienen Richtung Heimat geht, dann werden vermutlich wieder viele von uns auf dem Boden sitzen müssen.

Nein, Bahnfahren ist echt nur dann bequem, wenn man einen Sitzplatz hat. Reservieren heißt das Stichwort vor den Feiertagen. Natürlich wird dann trotzdem irgendjemand auf eurem Platz sitzen – und nicht weichen wollen. Aber das hier ist eure Fahrt, und wie heißt es so schön: "Nach mir die Sinnflut".

Damit ihr eure Rechte kennt: Hier 6 Fakten für den perfekten Sitzplatz-Zyniker, dem alle anderen nun wirklich egal sind:

Kann ich nachträglich eine Sitzplatzreservierung buchen?

Ja, auch nach dem Kauf des Tickets geht das. Gebt in der Reisesuche eure gewünschte Verbindung an und setzt dann das Häkchen bei "Nur Sitzplatzreservierung". Ihr könnt bis wenige Minuten vor der planmäßigen Abfahrt eine Expressreservierung via Internet oder am Automaten buchen.

Im Zug direkt kann leider kein Sitzplatz mehr reserviert werden. Aber wenn ihr vorher schnell wart, könnt ihr all diejenigen richtig nerven, die auf einem dieser "Gegebenenfalls freigegeben"-Sitze hocken. Einer davon gehört dann nämlich euch. Sie werden euch hassen.

Ich sitze lieber allein. Darf ich deshalb zwei Plätze für mich reservieren?

Kein sehr weihnachtlicher Gedanke, aber vor allem für einen RUHIGEN Weg nach Hause eine super Idee. Aber das geht natürlich nicht!

Beim Ticketkauf könnt ihr zwar zwei Sitzplätze reservieren, aber wenn 15 Minuten nach Fahrtantritt einer davon nicht belegt ist, verfällt Ihre Reservierung und jeder kann sich auf den Platz setzen. Ihr müsst das schreiende Kind, den mampfenden Typen neben euch, oder den quasselnden super spannenden Verschwörungstheoretiker trotzdem für ein paar Stunden aushalten.

Eine ältere, gebrechlich wirkende Person sitzt auf meinem Platz. Darf ich sie vertreiben?

Come On, People! Noch einmal: Es ist Weihnachten, verdammt! Aber gut: "Sitzplatz über Alles", wir haben verstanden.

Rechtlich ist die Situation klar: Den Anspruch auf den reservierten Sitz hatb ihr natürlich. Gegebenenfalls sollte der Schaffner die Situation klären. "Das sollte jeder so handhaben, wie er sich dabei gerade fühlt", sagt der berühmte Moritz Freiherr Knigge, Experte für Umgangsformen. Für bestimmte Zielgruppen gibt es auch speziell reservierte Plätze im Zug, etwa für Menschen mit schwerer Behinderung. Manchmal setzen die Schaffner ältere Menschen auch bewusst in die erste Klasse, um Platz zu schaffen.

Und wenn das alles nicht hilft: Geht erst einmal ins Bord-Restaurant einen trinken. Das braucht ihr sowieso für die Nerven, bevor die Feiertage kommen. Vielleicht lässt euch der nette Mitarbeiter der Bahn ja dann sogar im Restaurant sitzen, wenn ihr ihm eure Geschichte mit etwas Hingabe erklärt.

Wann verfällt meine  Reservierung?

Noch schnell was bei McDonalds geholt, dann zu viele Leute. Sprich: Man kommt sehr spät zu seinem Platz.

Dennoch sagen auch hier die Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn, dass euer Recht auf einen Sitzplatz erlischt, wenn ihr diesen nicht bis 15 Minuten nach Abfahrt des Zuges eingenommen habt.

Ihr könntet eure Burger natürlich auch einfach im Zug essen, stört bestimmt niemanden...

Ich habe trotz Reservierung keinen Sitzplatz bekommen.

Das kann passieren, zum Beispiel wenn ein Zug ausfällt. Wir formulieren um: Das passiert extrem oft!

In diesen Fällen bekommt ihr die Reservierungsgebühr zurück. Über das Fahrgastrechte-Formular der Bahn bekommt ihr auch unter Umständen einen Teil des Fahrpreises.

Geheimtipp: Im Ausweichszug einen riesen Aufstand machen und einfach in die erste Klasse setzen. Dann erklärt ihr, der Schaffner vor euch hätte euch diesen Platz versprochen. Wenn es klappt gut, wenn nicht, bleibt der Boden.

Darf ich die Klasse wechseln?

Geht das mit der Sitzklasse auch ohne Betrug und/oder bescheuerte Ausrede?

Besser nicht, die Kollegen von der Bahn sind da streng. Wenn die Zugbegleiter ausdrücklich Passagieren aus der zweiten Klasse erlauben, die erste Klasse mitzubenutzen, dann ist alles cool. Falls nicht bleibt euch die Strategie aus Punkt 5.

(mbi/dpa)

Weihnachtsfan gegen Weihnachtshater

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