Der Sturm tobt in Warnemünde
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Sturmtief "Siglinde" fegt über Deutschland – und das sind die ersten Bilder

23.10.2018, 21:3924.10.2018, 08:42

Sommer und Sonne sind vorbei. Nun kommt der Herbst – mit viel Wind und kräftigem Regen.

Einen Monat nach Sturmtief "Fabienne" hat "Siglinde" die Nordseeküste getroffen. Der Norden Deutschlands musste sich am Dienstag auf eine leichte Sturmflut einstellen. Ungemütliches Herbstwetter setzt sich auch in den kommenden Tagen fest.

Hamburg erreichte die erste Sturmflut dieses Herbstes. Die Elbe überflutete einen Parkplatz am St.-Pauli-Fischmarkt. Der Scheitelpunkt am Pegel St. Pauli lag am Nachmittag 1,64 Meter über dem mittleren Hochwasser, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mitteilte.

Die Bundeswehr blies wegen des Sturms eine Katastrophenschutzübung zunächst ab. "Im Ernstfall wären unsere Hubschrauber geflogen, für eine Übung war der Wind jedoch zu stark", sagte ein Sprecher des Landeskommandos Schleswig-Holstein.

Schwere Sturmböen bliesen an der Küste nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus dem Westen, später aus Nordwest. Auf dem Brocken im Harz blies der Wind laut DWD sogar mit Stärke 12. Am Dienstagabend sollte der Wind allmählich abnehmen, hieß es beim DWD.

In Emden entfielen drei Abfahrten des schnellen Katamarans nach Borkum, dafür wurde eine langsamere Ersatzfähre eingesetzt. Die Fahrten der Helgoland-Fähre ab Cuxhaven fielen am Dienstag aus. Die Folgen des Wetters im Norden bekamen auch einige junge Seehunde zu spüren - sie waren in Norddeich aufgepäppelt worden: Das geplante Aussetzen vor Baltrum wurde wegen des Wetters auf Mittwoch verschoben.

Der erste Herbststurm 2018 namens "Fabienne" war Ende September mit Starkregen und Sturmböen über Deutschland hinweggezogen und hatte vor allem in Thüringen und Sachsen große Schäden hinterlassen.

Laut DWD bleibt es am Mittwoch tagsüber im Westen und im Südwesten trocken bei Temperaturen zwischen 9 und 17 Grad. In Alpennähe herrscht Dauerregen. Im Osten der Republik kommt starker bis stürmischer Nordwestwind auf. An den Küsten sowie in höheren Lagen muss zeitweise mit schweren Sturmböen gerechnet werden.

(dpa, afp, rtr)

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