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Unter Wasser: In Hessen war die Ortschaft Ober-Ohmen nach dem Unwetter überflutet.  Bild: Philipp Weitzel/dpa

"Der ganze Ort ist abgesoffen" – Unwetter wüten in 4 Bundesländern

Straßen unter Wasser, Schlamm in den Kellern und ein Erdrutsch: Starke Gewitter haben in großen Teilen Deutschlands für Chaos gesorgt. Und noch ist die Unwetter-Gefahr nicht vorüber.

Keller standen voll mit Schlamm

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Bergungskräfte räumen mit Hilfe eines Radladers Erde von der Landesstrasse 113 zwischen Isenburg und Thalhausen (Rheinland-Pfalz): Ein Gewitter hatte mehrere Erdrutsche ausgelöst. Bild: Thomas Frey/dpa

In Rheinland-Pfalz ereignete sich bei starkem Regen in Isenburg nördlich von Koblenz ein kleiner Erdrutsch, wie die Polizei mitteilte. Eine Bundesstraße wurde zeitweise gesperrt; Straßen und Keller waren mit Schlamm überflutet.

In der Verbandsgemeinde Kaisersesch im Kreis Cochem-Zell – ebenfalls in Rheinland-Pfalz – standen dicke Hagelkörner zwischenzeitlich bis zu einem halben Meter hoch. Im Eifelort Gamlen habe es rund 20 Minuten so stark gehagelt, dass das "Wasser wie ein kleiner Bach durch die Wohnung einer Frau gelaufen ist", berichtete der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kaisersesch. Der Hagel habe im Hof und auf der Straße bis zu einem halben Meter hoch gestanden.

Außerdem sei die Feuerwehr wegen mehrerer vollgelaufener Keller und wegen eines Aquaplaning-Unfalls mit einer leicht verletzten Frau auf der Autobahn 48 bei Kaisersesch ausgerückt. Die Autobahnpolizei sprach von einer Eisschicht, die kurzzeitig bis zu zwei Zentimeter dick gewesen sei.

Überschwemmungen in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg gab es Unwetter, die dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge in der Nacht auf Mittwoch anhalten sollten. Zu Überschwemmungen kam es etwa in Bruchsal.

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Einsatzkräfte waren in Ober-Ohmen im Vogelsbergkreis im Dauereinsatz. Bild: dpa

Für Nordrhein-Westfalen meldete der Wetterdienst Kachelmannwetter ein schweres Gewitter über Duisburg. Unwetter, die für Sieger- und Sauerland sowie die Region Aachen angekündigt waren, blieben nach Feuerwehr-Angaben jedoch zunächst ohne größere Auswirkungen.

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Feuerwehrleute säubern einen Gehweg und eine Straße vom Schlamm in Isenburg (Rheinland-Pfalz): Nach einem heftigen Gewitter sind Straßen und Keller überflutet. Bild: dpa

Die DWD-Meteorologen hatten für den Westen und Südwesten Deutschlands sowie fürs Alpenvorland vor Gewittern mit Starkregen, Hagel und Böen von bis zu 70 km/h gewarnt. Am Abend hieß es vom DWD: "Die Gewitter haben sich so weit abgeschwächt, dass keine Unwetterwarnungen mehr erforderlich sind. In der Nacht zum Mittwoch nimmt die Unwettergefahr weiter ab."

Doch der Vorhersage zufolge kann es in der Südhälfte am Mittwoch erneut zu Gewittern kommen, während es im Norden viel Sonnenschein gibt. DWD-Meteorologen erwarten von Süden bis in die Mitte Deutschlands Schauer und Gewitter, örtlich auch mit heftigem Starkregen und Hagel.

(pb/dpa)

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