Ein Auto steht auf einem Parkplatz der Mole des Fähranlegers am Hafen von Dagebüll (Schleswig-Holstein) im Wasser der Nordsee. Zwei Kitesurfer schauen in das Fahrzeug eines Unbekannten.
Ein Auto steht auf einem Parkplatz der Mole des Fähranlegers am Hafen von Dagebüll (Schleswig-Holstein) im Wasser der Nordsee. Zwei Kitesurfer schauen in das Fahrzeug eines Unbekannten.Bild: Bodo Marks/dpa

Sturmflut an Nordseeküste: "Wilfried" sorgt für hohe Pegelstände

16.12.2019, 07:48

Sturm und Regen durch Tief "Wilfried" haben am Sonntag die Pegelstände an der nordfriesischen Küste steigen lassen. "Es könnte auch das Elbgebiet eine Sturmflut bekommen", sagte Thorger Brüning vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

In Nordfriesland konnten nach Angaben des Wissenschaftlers Pegelwerte von bis zu zwei Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet werden; im Elbgebiet waren Pegelstände bis zu 1,50 Metern über dem mittleren Hochwasser möglich.

"Das passiert schon mehrfach im Jahr"
Thorger Brüning

Viele Maßnahmen müsse man deshalb nicht treffen. Es handle sich um eine "kleine Sturmflut", sagte er. "Wenn die Ebbe kommt, geht auch die Sturmflut wieder".

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach gab am Sonntagmorgen eine Starkwind-Warnung für die Nordseeküste heraus und sagte einen "stürmischen 3. Advent" für ganz Deutschland vorher. Der Südwestwind sollte im Tiefland stark böig, zeitweise auch stürmisch wehen. Einzelne Sturmböen wollte der DWD nicht ausschließen. "Diese starken Winde sollten zum Abend hin in den tiefen Lagen abnehmen", sagte Josef Kantuzer vom DWD in Hamburg.

Auch im weiteren Verlauf der Woche bleibt das Wetter nach Angaben des DWD mild und unbeständig bei 10 Grad in Mittel- und Norddeutschland; im Süden des Landes erreichen die Temperaturen um die 15 Grad. "Es geht auf jeden Fall mit milden Temperaturen bis zum nächsten Wochenende weiter", sagte Kantuzer.

Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bald nicht mehr strafbar – Gesetzentwurf vorgestellt

Ärzte und Ärztinnen können wohl schon bald öffentlich über verschiedene Möglichkeiten für Schwangerschaftsabbrüche in ihrer Praxis informieren, ohne dafür eine Strafe fürchten zu müssen. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) legte am Montag einen Entwurf für die Aufhebung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch vor, der bisher die "Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft" verbietet. Als "Werbung" im Sinne des Gesetzes gelten schon ausführliche Informationen über verschiedene Methoden des Schwangerschaftsabbruchs sowie die damit jeweils verbundenen Risiken.

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