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Deal von Eon und RWE: Wird dein Strom jetzt teurer?

junge Frau wundert sich über Strompreise

Wie geht es auf dem Strommarkt weiter? Bild: iStockphoto

Die Energieversorger Eon und RWE rücken zusammen – auf Kosten der RWE-Tochter Innogy. Welche Folgen der überraschende Deal genau hat, ist noch nicht absehbar.

Zwei Riesen auf dem Energiemarkt ordnen ihre Geschäfte neu: Der Stromverkauf an die Kunden soll künftig ganz in die Hand von Eon kommen, während sich RWE auf die Produktion aus konventionellen und erneuerbaren Energien konzentrieren will. Das weckt Befürchtungen, die Preise könnten weiter steigen.

Wie viele Kunden versorgen Eon und Innogy mit Strom und Gas? Innogy hat in Deutschland 2017 rund 7,8 Millionen Kunden mit Strom und Gas versorgt, etwa 200 000 weniger als im Jahr zuvor. Eon gibt die Zahl seiner Strom- und Gaskunden in Deutschland mit rund 6 Millionen an.

In den Zahlen sind aber nicht nur private Abnehmer enthalten. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 41 Millionen Privathaushalte.Welche Auswirkungen haben die Pläne auf die Verbraucher? Negative Folgen erwarten Marktbeobachter zunächst nicht.

Großer Wettbewerb

„Die Alternativen und der Wettbewerb sind groß genug”, sagt beispielsweise der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding.

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, hatte bereits im vergangenen Jahr gesagt, dass im Geschäft mit Standardkunden „kein Anbieter mehr marktbeherrschend ist”. Eon hatte schon 2016 weniger Strom an Privat- und kleinere Geschäftskunden abgesetzt.

Ein Grund dafür sei der starke Wettbewerb gewesen. Auch Innogy macht den Wettbewerb für den Kundenrückgang verantwortlich. Jedoch mahnt der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, mit Blick auf die Preise auch eine genaue Prüfung der Aufteilung an.

Das Vergleichsportal Check24 erwartet vom Deal zwischen Eon und RWE eher keine Nachteile für die Endkunden. „Es gibt genügend günstige Alternativanbieter”, sagt Geschäftsführer Oliver Bohr.

Deutschlandweit könnten Verbraucher im Durchschnitt unter 180 Versorgern auswählen, beim Gas seien es im Schnitt 129 Anbieter.

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