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Keine gute Idee ist es, sich mit dem Facebook-Profil bei Wish anzumelden. screenshot: wish.com

Geiz ist riskant! 7 Dinge zur Wish-App, die nicht nur Sparfüchse wissen sollten

Ob auf dem iPhone oder mit Android: Schnäppchenjäger greifen zur Wish-App, aber sind sie sich der Risiken und Nebenwirkungen bewusst?

Daniel Schurter / watson.ch

"Unser Ziel ist es, allen Menschen auf der ganzen Welt erschwingliche Preise und eine hohe Auswahl an Qualitätswaren zu bieten" – klingt super, oder? So steht es zumindest auf der Website der in Schnäppchenjäger-Kreisen berühmten Wish-App

Hört man sich das Fazit der Verbraucherzentrale an, ergibt sich ein anderes Bild: "Produkte kommen häufig beschädigt oder gar nicht an, sind schlecht verarbeitet und teilweise landen teure Mahnschreiben schon vor der gelieferten Ware im Briefkasten."

Was ist Wish, wer steckt dahinter – und welche Probleme gibt es mit der Schnäppchen-App? Die wichtigsten Fragen.

Was ist Wish?

Eine E-Commerce-Plattform mit fragwürdigem Ruf. In den App-Stores von Apple und Android wird Wish regelmäßig zu den populärsten Apps gezählt.

Die hohen Download-Zahlen dürften nicht zuletzt auf die millionenschwere Influencer-PR-Kampagne zurückzuführen sein, die während der Fussball-WM 2018 lanciert wurde. Da warben Stars wie Gareth Bale, Neymar und der italienische Torhüter Gianluigi Buffon via Social Media für die App.

Kunden können mit der Wish-App (erhältlich für Android und Apple iOS) oder via Browser (wish.com) angeblich massiv verbilligte Produkte online kaufen – von Unterhaltungselektronik über Bekleidung bis zu Schmuck und Waffen. Und ja, man kann die Plattform auch zum Verkaufen nutzen.

Betreiberin ist die US-Firma ContextLogic. Das Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley kauft und verkauft die Waren nicht selber, sondern fungiert lediglich als Vermittler.

Was ins Auge sticht: Wish wirbt damit, Produkte angeblich bis zu 90 Prozent günstiger als im Einzelhandel zu verkaufen. Solche Schnäppchen-Preise seien möglich, weil die Kunden die Ware direkt vom Hersteller beziehen.

Allerdings steckt der Teufel im Detail, wie wir später sehen.

Wo ist das Problem?

Es gibt mehrere.

Deutsche Verbraucherzentralen registrieren laut einem aktuellen Bericht vermehrt Beschwerden zu Wish: Produkte kämen häufig beschädigt oder gar nicht beim Empfänger an, seien schlecht verarbeitet und teilweise landeten teure Mahnschreiben schon vor der gelieferten Ware im Briefkasten.

Unerwartete Versand-, Zoll- und Rücksendegebühren könnten die Gesamtkosten zudem schnell in die Höhe treiben.

Als Vermittler ist Wish nicht der Vertragspartner, wenn über die Plattform ein Kaufvertrag zustande kommt. Der Kontakt mit dem eigentlichen Verkäufer, der häufig in Fernost sitze, sei bei Beanstandungen oft schwierig herzustellen.

Die Plattform unterliegt der vergleichsweise laschen US-Gesetzgebung, was den Datenschutz betrifft.

Soweit Bestellungen aus Fernost verschickt würden, könne es lange Lieferzeiten geben – teils mehrere Monate.

"Die Lieferzeit für Bestellungen mit Wish.com beträgt in der Regel zwischen vier und sechs Wochen."

quelle: klarna.com

Schließlich bleibt an das ökologische Gewissen zu appellieren. Wish versucht, User mit Kleinbeträgen unter 20 Euro und angeblichen Gratis-Angeboten, bei denen man nur die Versandkosten tragen müsse, zu ködern. Fakt ist: Die meisten Billigprodukte werden aus Fernost angeliefert, haben keine lange Lebensdauer und enden als Elektroschrott.

Wer sind die Verkäufer?

Die Hersteller der Produkte und Verkäufer sitzen häufig in Fernost. Wer sich hinter nichts sagenden Händlernamen wie "Waayantee" verbirgt, erfährt man als Kunde nicht.

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"Wish weckt bei Neukunden Erwartungen, die nicht erfüllt werden können. Der Anbieter verscherbelt über die hippe App die typische China-Billigware und ist dabei teurer als die Konkurrenz."

quelle: blick.ch

Verbraucherzentrale.de schreibt, man solle Zahlungsaufforderungen nicht ignorieren, sondern sich beim Online-Kundenservice von Wish bzw. Klarna melden und dort erklären, dass man die bestellten Waren noch nicht erhalten habe.

Was ist mit Produktepiraterie? 🧐

Bei vielen verlockend günstigen Angeboten ist unklar, ob es sich um illegale Kopien von Originalprodukten handelt. Insbesondere bei Imitationen von Apple-Produkten wie den kabellosen Ohrstöpseln AirPods ist offensichtlich, dass es keine Angebote eines autorisierten Resellers sind.

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screnshot

"Wish schützt geistiges Eigentum."

quelle: wish.com

Die Plattformbetreiberin verspricht, das geistige Eigentum von Unternehmen zu schützen, indem Plagiate auf Verlangen "schnell" aus dem Sortiment entfernt würden.

Was sind die Risiken und Nebenwirkungen?

Die Wish-App kann die Endkunden, also die Käufer, teuer zu stehen kommen, oder gar ins Gefängnis bringen.

Gut, das wäre das Worst-Case-Szenario. Fakt ist: Über die App lassen sich immer wieder auch Dinge bestellen, die in Deutschland teilweise auch verboten sind. Wer so etwas bestellt und vom Zoll erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen.

Gefährliche Probleme können für die Käufer auch aus nicht zertifizierten Elektroprodukten erwachsen. Man stelle sich vor, ein Billigladegerät setzte die Wohnung in Brand, oder es kommt wegen eines Defekts jemand zu Schaden.

Wie bezahlt man und ist das sicher?

Wer die iPhone-App nutzt, kann mit Apple Pay und Paypal (vergleichsweise sicher) bezahlen, oder das Risiko eingehen und die eigenen Kreditkartendaten angeben. Mit allen drei Bezahlmethoden wird die Rechnung vorab beglichen, auch wenn die Lieferung erst mehrere Wochen später eintrifft und man mit allfälligen Zusatzkosten rechnen muss.

Auf Käuferseite könnten Rechnungen (auch für harmlose Produkte) für Verwirrung sorgen, warnt Verbraucherzentrale.de. Grund: Rechnungen kämen per E-Mail, nicht von Wish selbst, sondern vom Rechnungsdienstleister Klarna

Wer eine Zahlungsaufforderung ignoriere, erhalte unerfreuliche Post vom schwedischen Paypal-Konkurrenten:

"Das Unternehmen verschickt Mahnungen nach relativ kurzen Fristen und schaltet auch Inkasso-Dienste ein, die zusätzliche Kosten verursachen. Ein Streit um wenige Euro teure Artikel kann Sie durch die Gebühren schnell ein Vielfaches des Warenwerts kosten."

Was kann die App?

Die App ist einfach zu bedienen und erfüllt ihren Zweck, wobei man Push-Mitteilungen zunächst aktivieren muss. Die Benachrichtigungen kann man später manuell abschalten.

Wish soll über 300 Millionen User in Europa und den USA haben. Die Wish-App verbindet Smartphone-User mit der (mobilen) Website, sprich: der Verkaufsplattform.

"Die Plattform Wish ist eine weitere Datenkrake. Wir weisen Anfragende darauf hin, dass viele der Produkte anderswo billiger, transparenter und auch in besserer Qualität erhältlich sein könnten."

Sara Stalder, Schweizerische Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) quelle: blick.ch

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Auf Hawaii hat's geschneit. Richtig gelesen: Auf Hawaii!

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