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Facebook-Chef verspricht mehr Datenschutz – was davon zu halten ist

Daniel Schurter / watson.ch

Was ist passiert?

Mark Zuckerberg verspricht in einem bei Facebook veröffentlichten Posting, das weltgrößte Online-Netzwerk stärker auf den Schutz der Privatsphäre auszurichten.

"Ich glaube, dass die Kommunikation sich in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt."

Die Ankündigung erfolgte am Donnerstagabend.

Der öffentliche Druck auf den Facebook-Konzern hat seit dem Datenskandal um Cambridge Analytica weiter zugenommen.

Zuckerberg verstehe, dass viele Leute nicht glaubten, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte, räumte er ein.

Die Ankündigung des Facebook-Chefs sei ein kategorisches Umdenken im Vergleich zu seiner Einstellung in den frühen Jahren von Facebook, schreibt Spiegel Online. Damals habe er noch erklärt, der Trend gehe dahin, dass Menschen immer mehr über sich öffentlich machen.

Was ist davon zu halten?

Grundsätzlich gar nichts. Es ist größte Skepsis angebracht. Mark Zuckerberg hat auch schon früher Kreide gefressen und öffentlich Verbesserungen in Aussicht gestellt. Sei dies in eigenen Postings oder bei politischen Anhörungen.

Der Multimilliardär hat wiederholt versichert, dass der Facebook-Konzern die Privatsphäre der Internet-User besser schützen wolle. Doch es blieb bei Versprechen – und stattdessen wurden neue skandalöse Verstöße bekannt.

Die jüngsten Äußerungen passen aber zu dem im Januar von der "New York Times" publik gemachten Vorhaben, dass Zuckerberg Facebook, WhatsApp und Instagram viel enger miteinander verknüpfen will.

Demnach sollen die drei populären Plattformen nach außen hin eigenständig bleiben, künftig aber die gleiche Technik verwenden, was angeblich die verschlüsselte Kommunikation zwischen allen Usern erlaube.

Warum tut Zuckerberg das?

Unabhängige Beobachter vermuten, dass es sich dabei um eine Verteidigungsstrategie handeln könnte, um sich gegen die drohende Zerschlagung zu wehren. Kritiker werfen dem Facebook-Konzern eine monopolartige Stellung vor. Tatsächlich gehören Facebook, WhatsApp und Instagram zu den fünf weltweit meistgenutzten Apps, bzw. Plattformen.

Facebook habe nicht den Ruf, auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Dienste zu entwickeln, räumte Zuckerberg in seinem aktuellen Posting ein. Eine Untertreibung sonder Gleichen, handelt es sich doch bei seinem Konzern um einen den größten Datenkraken der Web-Geschichte. Die Auswertung der Userdaten bringt Milliarden Dollar ein.

Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller von den Usern übertragenen Daten wäre zu begrüßen. Doch stellt sich auch dann die Frage, was der Facebook-Konzern mit den äußerst wertvollen Metadaten und Kontaktinformationen anstellt.

Wie bereits offiziell bekannt ist, hat Zuckerberg vor, WhatsApp-User mit Werbeanzeigen zu "beglücken". Dies könnte im Laufe dieses Jahres passieren, nachdem die beiden WhatsApp-Gründer Facebook verlassen haben.

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Der #Artikel13 bringt nicht einmal seinen Unterstützern etwas – 4 Sinnlosigkeiten

Martin Sonneborn ist als Satiriker immer für einen guten Scherz zu haben. Am Donnerstag aber postet der "Partei"-Chef und EU-Parlamentarier ein ungewohnt ernstes Bild, Titel: "Wer das Internet kaputt macht". Darunter folgt eine Liste mit deutschen PolitikerInnen, die für den #Artikel13 des neuen Urheberrechts in Europa gestimmt haben. Damit öffneten sie Tür und Tor für die berüchtigten Upload-Filter auf Facebook, Instagram und Co. und lösten eine anhaltende Panik im Netz aus.

Kurz zur Erinnerung: …

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