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Dieser "Airbag" soll dein Handy vor teuren Display-Schäden schützen 

Wenn Smartphones zu Boden fallen, ist das ein Horror für die Betroffenen: Im "besten" Fall gibt's einen gehörigen Schrecken, häufig werden solche Missgeschicke aber richtig teuer.

Ein deutscher Tüftler will nun eine iPhone-Hülle auf den Markt bringen, die es in sich hat. Im Juli soll das Crowdfunding starten.

"Das iPhone mit seinem ästhetischen Design in eine klobige Outdoorhülle zu packen, macht ja keinen Spaß."

Philip Frenzel

Mit der Erfindung von Philip Frenzel (25) kann man zukünftigen Handy-Stürzen ganz entspannt entgegenblicken. Der deutsche Student hat durch jahrelanges Tüfteln einen Handy-Airbag entwickelt.

Wobei Philips Erfindung besser ist, als jeder Airbag. Denn sein "AD Case" lässt sich immer wieder verwenden: 

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Es handelt sich um eine relativ dünne iPhone-Hülle, die dank integrierter Sensoren erkennt, wenn das Mobilgerät im freien Fall ist und automatisch acht abfedernde "Beine" herausspringen lässt. Die Abkürzung AD steht denn auch für aktive Dämpfung.

Auslöser war ein Display-Schaden an seinem eigenen iPhone, wie die Hochschule Aachen schreibt. Zuerst habe der 25-Jährige, der schon immer gerne tüftelte, an eine Art Airbag wie fürs Auto gedacht und mit Luftkissen und Schaumstoff experimentiert. Das habe sich aber "nicht so ganz als praktikabel" erwiesen.

Die Lösung waren Metallfedern...

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Frenzel hat mittlerweile neben dem Studium gemeinsam mit einem Absolventen der Wirtschaftswissenschaften der gleichen Hochschule ein Startup gegründet. Ihr gemeinsames Ziel ist es, das AD Case auf den Markt zu bringen.

Über die Hülle (für die iPhone-Modelle 6, 6S, 7, 8 und X) sollen sich die Mobilgeräte auch induktiv aufladen lassen – es soll also ein zusätzlicher Akku darin integriert werden.

Bild

Bild: https://www.ad-case.de/

Der Preis ist noch nicht bekannt. Im Juli soll ein Kickstarter-Projekt an den Start gehen, um die nötigen Mittel einzusammeln. Momentan wartet Frenzel auf den positiven Bescheid vom Patentamt. Sprich: Er versucht, seine Erfindung patentrechtlich zu schützen, damit sie ihm niemand klauen kann.

Zumindest der wissenschaftliche Erfolg ist ihm bereits gewiss: Frenzel hat für seine Bachelorarbeit eine Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Mechatronik erhalten.

Aber es gibt auch gesundheitliche Bedenken:

"Auch wenn der Erfinder daran gedacht haben wird, einige Sicherheitsmaßnahmen gegen unerwünschte Entfaltung der Federn einzubauen, ist der Gedanke, dass die Hülle aufgeht, während der Nutzer sein Smartphone in der Hosentasche transportiert, nicht gerade angenehm."

Golem 

(dsc)

"Free to play ist Augenwischerei"

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Video: watson/Doktor Froid

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