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Wir beantworten 9 Fragen, die du jetzt zum Tastatur-Fail bei Macbooks hast 

Daniel Schurter / watson.ch

Alle Macbooks mit "Butterfly"-Tastatur sind fehleranfällig. Nun hat der Hersteller ein weltweites Reparatur-Programm lanciert. Reicht das?

1. Was ist das Problem?

Bei ab 2015 verkauften Macbooks treten Hardware-Probleme in Zusammenhang mit der Tastatur auf. Potenziell betroffen sind alle Geräte mit sogenanntem "Butterfly"-Mechanismus. Bei dieser Bauweise wird jede Taste einzeln ins Gehäuse eingesetzt und gehört nicht mehr zu einer ganzen Tastatur. 

Selbst kleinste Verunreinigungen – wie ein Staubkorn – können offenbar die normale Tastenfunktion beeinträchtigen.

2. Ist das neu?

Berichte über gravierende Tastatur-Probleme gab es seit Jahren, doch jetzt erst hat sie Apple offiziell bestätigt.

Der Hersteller hat ein Reparatur-Programm gestartet, um betroffene Tastaturen kostenlos zu ersetzen (siehe unten).

In den USA wurden dieses Jahr Sammelklagen lanciert

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3. Wie erkenne ich, ob mein Macbook betroffen ist?

Es gibt verschiedene Symptome:

Besonders fies: Die Tastenprobleme treten "in vielen Fällen wiederkehrend aber nicht durchgängig" auf, wie "Mac & i" bereits Ende Oktober 2017 berichtete. Wie will man im Apple Store oder beim Händler belegen, dass das Gerät einen Hardwarefehler hat, wenn sich dieser nicht reproduzieren lässt?

4. Welche Macbook-Modelle sind betroffen?

Alle mit sogenannter "Schmetterlingstastatur", das ist das neue, flachere Keyboard, das seit Anfang 2015 verbaut wird und durch einen direkteren Tastenanschlag zu erkennen ist.

Das 2016er MacBook Pro hat gemäß Apple die "zweite Generation" der Butterfly-Tastatur erhalten. Es wurde spekuliert, dass sie bereits leicht modifiziert wurde, um sie weniger fehleranfällig zu machen. Dazu äußerte sich der Hersteller nicht.

"Die Tastatur basiert auf unserem Butterfly-Mechanismus der zweiten Generation – für viermal bessere Tastenstabilität als bei herkömmlicher Scherenmechanik, ein noch angenehmeres Gefühl und eine noch schnellere Reaktion."

Werbung fürs Macbook Pro apple.com

Gemäss dem nun lancierten Reparatur-Programm sind auch Geräte mit der zweiten Generation fehleranfällig.

Im März wurde berichtet, dass Apple bei Reparaturen ein erneut technisch leicht modifiziertes Tastaturmodell einbaue.

Wer ein repariertes MacBook Pro zurückerhält, kann dies leicht überprüfen. Auf der Option-Taste ist beim neuen Modell wieder das Symbol ⌥ vorhanden. Beim alten Modell stand dort neben "Option" nur "alt".

maclife.de

5. Was soll ich jetzt tun? 

Wenn Tastatur-Problemen auftreten, wendet man sich an Apple oder einen vom Hersteller anerkannten Reparaturdienst.

"Apple oder autorisierte Apple Service Provider leisten kostenlos Service für Tastaturen der qualifizierten MacBook- und MacBook Pro-Modelle. Die Art der Serviceleistung wird nach Untersuchung der Tastatur bestimmt und kann den Austausch einer oder mehrerer Tasten oder der gesamten Tastatur umfassen."

In der Regel dürfte die gesamte Oberseite des Macbook-Gehäuses mitsamt der Tastatur ersetzt werden.

6. Wie lange habe ich Zeit?

Das Reparatur-Programm ist zeitlich befristet: Du musst dich bis spätestens vier Jahre nach dem Kauf bei Apple melden.

"Dieses Programm ist für qualifizierte MacBook- und MacBook Pro-Modelle vier Jahre nach dem ersten Verkauf des Geräts im Einzelhandel gültig."

apple.com

7. Gibt's Geld zurück?

Ja. Zumindest für Macbook-Besitzer, die bereits auf eigene Kosten eine Tastatur-Reparatur durchführen ließen.

"Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr MacBook oder MacBook Pro von diesem Problem betroffen war, und Sie für die Reparatur der Tastatur bezahlt haben, können Sie Apple kontaktieren und eine Rückerstattung beantragen."

apple.com

8. Wo erfahre ich mehr?

Apple hat auf seiner Website Informationen zu dem sogenannten "Serviceprogramm" für Macbook-Käufer veröffentlicht:

Erste Hilfe: Apple rät Betroffenen, das Gerät mit Druckluft zu reinigen, falls eine Taste des MacBooks oder MacBook Pro nicht mehr reagiert oder der Widerstand einer Taste beim Drücken anders ist als bei anderen Tasten. 

9. Reicht das?

Nein, kommentiert der Techblog 9to5Mac. Die Reparaturen seien zwar zu begrüssen, lösten aber das Problem nicht:

"Das Problem mit dem Reparaturprogramm ist (...), dass Apple einfach die defekte Tastatur gegen eine Tastatur mit dem gleichen Butterfly-Design austauscht. Dieses Design führt vermutlich zu den Problemen, mit denen viele Anwender konfrontiert sind."

9to5Mac

Dahinter verbirgt sich die problematische Design-Strategie, die Apple unter seinem Chef-Designer Jony Ive verfolgt. Geräte müssen immer dünner werden. Der watson-Redaktor hat entsprechende Bemühungen, die sich über alle Hardware-Kategorien erstrecken, schon als "Schlankheitswahn" bezeichnet.

Um Geräte möglichst dünn zu bauen, verzichten die Kalifornier auch bewusst auf leistungsfähigere Akkus, wie ich Anfang 2017 nach dem Testen des Macbook Pro (13 Zoll) schrieb: 

"Dünner ist nicht besser, wenn die Gewichts- und Umfangsreduktion zulasten der Akkuleistung geht. Apple hat sich bei Smartphones (dank iPhone) und Notebooks (Macbook Air und Pro) eine Top-Position erkämpft. Diese setzt man wegen ein paar Millimetern Durchmesser aufs Spiel."

watson.ch

Für Apple könne das Reparaturprogramm sehr teuer werden, kommentiert 9to5Mac: Wenn ausfallende Tastaturen durch solche ersetzt werden, die ihrerseits wieder ausfallen ...

Wobei dem Hersteller derzeit wohl nichts anderes übrig bleibt, auch wenn es sich um einen Design-Fail handelt.

Wann neue Macbooks mit einer verbesserten Tastatur lanciert werden, ist nicht bekannt.

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