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Ausbeutung der Entwickler? "Red Dead Redemption 2" setzt nicht nur positive Maßstäbe

Laura stresing 

Mit dem Western-Abenteuerspiel "Red Dead Redemption 2" für Playstation und Xbox geht am Freitag ein mit Spannung erwarteter Spitzentitel an den Start. Doch Ausbeutungsvorwürfe gegen den Entwickler "Rockstar Games" trüben die Vorfreude vieler Fans

Wir erklären was die Spieler erwarten dürfen und warum es trotzdem Kritik gibt.

Was die Spieler erwartet

"Rockstar Games"  ist bekannt für extrem aufwändig produzierte Spieletitel wie die "Grand Theft Auto"-Serie (GTA). Mit dem Western-Abenteuer "Red Dead Revolver" besetzte die Blockbuster-Schmiede 2004 ein ungewöhnliches Genre – und landete 2010 mit dem Nachfolger "Red Dead Redemption" einen Riesenhit. Mehr als 14 Millionen Mal wurde der Titel verkauft. Acht Jahre später soll nun die Fortsetzung "Red Dead Redemption 2" für 60 Euro in den Handel kommen. Diesen Freitag erscheint das Spiel für Playstation und Xbox – ein Jahr später als geplant.

Der Trailer zum Spiel:

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Video: YouTube/RockstarGamesGermany

Die Fans nahmen die Verspätung gelassen, weiß der Chefredakteur von "Giga Games" Stephan Otto, weil sie meinen, dass sich das Warten lohnt. "Die Fans erwarten ein Spiel, das dem von Rockstar gewohnten Standard entspricht."

Das Spiel gilt schon jetzt als eines der wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres. Gerüchten zufolge soll es zwischen 150 und 180 Gigabyte (GB) Speicherplatz einnehmen und deshalb auf zwei Discs ausgeliefert werden. Fans können also auf eines der detailreichsten "Open World"-Abenteuer aller Zeiten hoffen. Die Spielzeit des Hauptquests soll allein 70 Stunden betragen. Hinzu kommen unzählige Nebenquests. Die 4K-Grafikauflösung treibt die Datenmengen ebenfalls in die Höhe.

In "Red Dead Redemption 2" schlüpft der Spieler in die Rolle Arthur Morgans, der sich auf der Flucht befindet. Zunächst schlägt er sich zusammen mit seiner Gang in Richtung Westen durch; Gesetzeshüter und Kopfgeldjäger immer auf den Fersen. Doch dann droht die Gemeinschaft zu zerfallen und Morgan muss ein paar wegweisende Entscheidungen treffen. 

So groß ist die Vorfreude

Die Fortsetzung des Western-Abenteuers weckt laut einer internationalen Umfrage schon jetzt das Interesse von knapp einem Drittel der Gamer. Fünf Prozent haben das Spiel sogar schon vorbestellt. Das Konzept der "Red Dead Redemption"-Serie scheint zudem ein breites Publikum anzusprechen, nicht nur die Hardcore-Gamer.

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Im Ranking der meisterwarteten Spiele liegt "Red Dead Redemption 2" auf dem dritten Platz. Bild: statista/t-online.de

Fieberhaft suchen die Fans kurz vor der Veröffentlichung nach Hinweisen, ob "Red Dead Redemption 2" womöglich auch als PC-Version erscheint. Denn das würde bedeuten, dass noch mehr Menschen Zugang zu dem Spiel haben. Zudem könnten dadurch mögliche Beschränkungen im Onlinemodus umgangen werden, erklärt Otto.

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Szene aus "Red Dead Redemption 2": Der Western-Shooter ist ab 18 Jahren freigegeben. Bild: Rockstar Games/ Hersteller

Megatitel wie "Red Dead Redemption 2" werden unter strenger Geheimhaltung entwickelt. Doch die komplette Abschottung gelingt nur selten. "Meistens gibt es ehemalige Mitarbeiter, die Informationen durchstechen", so Otto. "Bei 'Red Dead Redemption' war das anders." Erst wenige Tage vor dem Erscheinungstermin drangen Details zum Spiel nach außen. "Jeder Fetzen Information wird von der Fangemeinde aufgesogen", sagt Otto.

Durch den ganzen Medienrummel spart sich der Entwickler das Geld für Marketing, das bei einem Blockbuster oft einen Großteil der Produktionskosten ausmachen. Insgesamt soll Rockstar für "Red Dead Redemption 2" etwa 80 Millionen Euro ausgegeben haben – eine beachtliche Summe, aber noch kein neuer Rekord in einer Branche, die auch schon neunstellige Kosten produziert hat. 

Die Vorwürfe an die Firma

Allerdings gibt es nicht nur positive Schlagzeilen: So löste ein Interview des Rockstar-Mitbegründers Dan Houser einen Shitstorm und eine Debatte über die Arbeitsbedingungen in der Games-Branche aus. Er hatte darin damit geprahlt, dass die Mitarbeiter kurz vor dem Release 100 Stunden die Woche schuften mussten, um das Spiel rechtzeitig fertig zu stellen. Die Leser reagierten auf die 14-Stunden-Schichten aber nicht mit Bewunderung für die Hingabe der Entwickler, sondern mit Entsetzen über die Führungsriege. 

Die schockierenden Enthüllungen bei Rockstar Games geben der Gamer-Community aber auch die Gelegenheit zur Selbstreflexion. "Die Frage ist doch: Zu welchem Preis wollen wir uns unterhalten lassen?", findet der Giga Games-Chefredakteur Otto.

Tatsächlich sei es nämlich kein Geheimnis, dass die Mitarbeiter bei den Top-Entwicklern aus den USA häufig einem großen Arbeitsdruck ausgesetzt sind, sagt der Experte. Die Branche hat sogar ein eigenes Wort dafür: "Diese sogenannte 'Crunchtime' kurz vor dem Erscheinungsdatum gibt es bei jedem Megatitel", so Otto. 

Giga Games widmet sich dem Thema "Ausbeutung in der Gamesbranche" in einer ganzen Podcast-Folge:

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Video: YouTube/GIGA GAMES

Doch im Fall von "Red Dead Redemption 2" scheint das Ausmaß besonders extrem gewesen zu sein. Gerüchten zufolge soll die Firma ihre Mitarbeiter in einem Rundschreiben zu mindestens 60 Stunden pro Woche verpflichtet haben. Sogar ein Wäschereinigungsservice soll für die Mitarbeiter eingerichtet worden sein, um sie möglichst lange bei der Arbeit zu halten. 

Rockstar versuchte die Vorwürfe als "Missverständnis" herunterzuspielen. Demnach seien die Überstunden auf freiwilliger Basis erbracht worden. Sie seien aber nicht von den Mitarbeitern erwartet worden. Die Betroffenen hatten das wohl anders verstanden. 

Dieser Text ist zuerst auf t-online.de erschienen.

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